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Als wir in
Leipzig ankamen war es für den Clubcorso noch etwas zu
früh. Also erst mal ins Hotel, welches zentral aber doch
ruhig gelegen war. Ein Haus mit 107 Zimmern, dennoch
sympathisch und mit sehr zuvorkommenden Personal.
Da noch Zeit
war, gingen wir noch Mittagessen. Ich war erschlagen von
den Preisen. Wo gibt es das Wasser für 80 Cent, einen
Saft für 1,10 Euro oder die gebratene Ente für 6,20
Euro? Hier im Osten stimmt einfach das
Preis-/Leistungsverhältnis, was sich auch bei
Messerundgang und abendlicher Clubparty immer wieder
bestätigte.
Um 14.00 Uhr
ging dann der Corso der Club-Fahrzeuge los. Das älteste
Auto war ein Mercedes aus dem Jahr 1937 und das offen.
Ein ganz seltenes Fahrzeug, es soll davon nur noch 30
Stück geben. Des weiteren waren von der
Mercedes-Fraktion zwei Pagoden SL, ein R 107 SL Roadster
und von unserem Club zwei Fahrzeuge. Von den
Mercedes-Clubs hatten wir die meisten Fahrzeuge vor Ort.
Die meisten Club-Fahrzeuge stellte Lada, die russische
Marke, der Mercedes des Ostens. Allgemein ist
festzustellen das ca.75 % der Teilnehmer aus der
ehemaligen DDR kamen. Eigentlich schade, wie wenig
Interesse im Westen an dieser hervorragenden
Veranstaltung bestand.
Der Corso
war ein Erlebnis wie ich es noch nie erlebt habe. Die
Polizei sperrte die Leipziger Innenstadt und das zu
einer Zeit wo ganz Leipzig der Entscheidung seitens des
NOK für Olympia 2012 entgegenfieberte. Eine
Motorradstaffel sperrte Kreuzung für Kreuzung. Selbst
die Straßenbahn musste warten bis unser Tross aus über
60 Fahrzeugen durch war. Wer hier nicht dabei war hat
wirklich etwas versäumt!
Dies war
aber mit Nichten das einzige was uns die Leipziger Messe
Organisation an diesem Tage bot. Nach dem Corso war
Gelegenheit für einen ausgiebigen Messerundgang. 49
Automarken stellten diesmal aus. Der Stand von DC
zeichnete sich besonders durch den Maybach aus. Die
Final-Edition des SLK - nun gut Geschmackssache. Fast
die gesamte Produktpalette mit Ausnahme des CLK war
zusehen. Auch die lustigen Smart ohne Türen und ohne
Windschutzscheibe waren vertreten. Chrysler zeigte den
Crossfire, den besten geschlossenen SLK den es je gab.
Nun last
mich noch von der Club-Party berichten da ich sonst
wieder aus diesem Bericht einen Roman mache.
Um 19.00 Uhr
ging die Fete los. Zwischen dem Büffet und den ersten
Klängen von THE BUTTLERS, der ältesten Leipziger
Popband, die zu DDR Zeiten Mitte der 60er Jahre verboten
war, wurde ein Quiz veranstaltet. Zum Glück haben wir
nicht gewonnen, denn es gab nur vier Preise aber sechs
Leute die alles wussten. Es kam zum Stechen. Die sechs
mussten eine Autohupe möglichst lange nachmachen. Mit
anderen Worten: Sich vor über 100 Leuten zum Affen
machen. Nun gaben die BUTTLERS alles. Sie spielten Titel
von den 50er Jahren bis in die 70er Jahre. Das animieren
zum Tanzen brachte der Band aber keinen Erfolg -
Autofahrer sind eben keine Tänzer. Um die Stimmung
weiter aufzuheizen wurde ein neuer Wettbewerb ausgelobt.
Im Mittelpunkt stand die Rennpappe, der Volkswagen des
Ostens, der Trabant 601. Es wurden Mannschaften
gebildet. Sieger die Mannschaft, die die meisten
Mitglieder in den Trabant bekommt. Zuerst probierten es
die Freunde einer fernöstlichen Automarke, sie brachten
12 Menschen in den Trabanten unter. Nun waren die
Lada-Freunde an Zug. Sie kamen auf 15 Leute. Mehr geht
nicht dachte ich. Aber weit gefehlt! Die Saabmannschaft
brachte sage und schreibe 16 Mitglieder in dem kleinen
Auto unter. Nun trat die wohl verrückteste Boy Group der
Welt auf. Jedes Wort, jeder Song der Jungs ein Lacher.
Köstlich sage ich euch.
Den
Abschluss bildeten nochmals THE BUTTLERS. Gegen 23.30
Uhr war dann Schluss. Wer ging als letzter, nun die
Frage erübrigt sich, es waren die Mitglieder des SLK
Roadster Clubs. |