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12.-13. April 2003: Clubweekend auf der AMI

 
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Als wir in Leipzig ankamen war es für den Clubcorso noch etwas zu früh. Also erst mal ins Hotel, welches zentral aber doch ruhig gelegen war. Ein Haus mit 107 Zimmern, dennoch sympathisch und mit sehr zuvorkommenden Personal.

Da noch Zeit war, gingen wir noch Mittagessen. Ich war erschlagen von den Preisen. Wo gibt es das Wasser für 80 Cent, einen Saft für 1,10 Euro oder die gebratene Ente für 6,20 Euro? Hier im Osten stimmt einfach das Preis-/Leistungsverhältnis, was sich auch bei Messerundgang und abendlicher Clubparty immer wieder bestätigte.

Um 14.00 Uhr ging dann der Corso der Club-Fahrzeuge los. Das älteste Auto war ein Mercedes aus dem Jahr 1937 und das offen. Ein ganz seltenes Fahrzeug, es soll davon nur noch 30 Stück geben. Des weiteren waren von der Mercedes-Fraktion zwei Pagoden SL, ein R 107 SL Roadster und von unserem Club zwei Fahrzeuge. Von den Mercedes-Clubs hatten wir die meisten Fahrzeuge vor Ort. Die meisten Club-Fahrzeuge stellte Lada, die russische Marke, der Mercedes des Ostens. Allgemein ist festzustellen das ca.75 % der Teilnehmer aus der ehemaligen DDR kamen. Eigentlich schade, wie wenig Interesse im Westen an dieser hervorragenden Veranstaltung bestand.

Der Corso war ein Erlebnis wie ich es noch nie erlebt habe. Die Polizei sperrte die Leipziger Innenstadt und das zu einer Zeit wo ganz Leipzig der Entscheidung seitens des NOK für Olympia 2012 entgegenfieberte. Eine Motorradstaffel sperrte Kreuzung für Kreuzung. Selbst die Straßenbahn musste warten bis unser Tross aus über 60 Fahrzeugen durch war. Wer hier nicht dabei war hat wirklich etwas versäumt!

Dies war aber mit Nichten das einzige was uns die Leipziger Messe Organisation an diesem Tage bot. Nach dem Corso war Gelegenheit für einen ausgiebigen Messerundgang. 49 Automarken stellten diesmal aus. Der Stand von DC zeichnete sich besonders durch den Maybach aus. Die Final-Edition des SLK - nun gut Geschmackssache. Fast die gesamte Produktpalette mit Ausnahme des CLK war zusehen. Auch die lustigen Smart ohne Türen und ohne Windschutzscheibe waren vertreten. Chrysler zeigte den Crossfire, den besten geschlossenen SLK den es je gab.

Nun last mich noch von der Club-Party berichten da ich sonst wieder aus diesem Bericht einen Roman mache.

Um 19.00 Uhr ging die Fete los. Zwischen dem Büffet und den ersten Klängen von THE BUTTLERS, der ältesten Leipziger Popband, die zu DDR Zeiten Mitte der 60er Jahre verboten war, wurde ein Quiz veranstaltet. Zum Glück haben wir nicht gewonnen, denn es gab nur vier Preise aber sechs Leute die alles wussten. Es kam zum Stechen. Die sechs mussten eine Autohupe möglichst lange nachmachen. Mit anderen Worten: Sich vor über 100 Leuten zum Affen machen. Nun gaben die BUTTLERS alles. Sie spielten Titel von den 50er Jahren bis in die 70er Jahre. Das animieren zum Tanzen brachte der Band aber keinen Erfolg -  Autofahrer sind eben keine Tänzer. Um die Stimmung weiter aufzuheizen wurde ein neuer Wettbewerb ausgelobt. Im Mittelpunkt stand die Rennpappe, der Volkswagen des Ostens, der Trabant 601. Es wurden Mannschaften gebildet. Sieger die Mannschaft, die die meisten Mitglieder in den Trabant bekommt. Zuerst probierten es die Freunde einer fernöstlichen Automarke, sie brachten 12 Menschen in den Trabanten unter. Nun waren die Lada-Freunde an Zug. Sie kamen auf 15 Leute. Mehr geht nicht dachte ich. Aber weit gefehlt! Die Saabmannschaft brachte sage und schreibe 16 Mitglieder in dem kleinen Auto unter. Nun trat die wohl verrückteste Boy Group der Welt auf. Jedes Wort, jeder Song der Jungs ein Lacher. Köstlich sage ich euch.

Den Abschluss bildeten nochmals THE BUTTLERS. Gegen 23.30 Uhr war dann Schluss. Wer ging als letzter, nun die Frage erübrigt sich, es waren die Mitglieder des SLK Roadster Clubs.

 



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