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Sicherlich - die
Teilnehmerzahl war gering, aber Evi und ich hätten
Ostern eh in Hamburg und Umgebung verbracht und eine
kleine Zahl von Teilnehmern bedeutet keine
Gruppenbildung. Jeder kommt mit jedem ins Gespräch und
man kann das ganze nach unserem Gründungsmotto „Locker
vom Hocker“ angehen lassen.
Karfreitag war Anreise
und alle standen erst einmal im Stau. Auch das Wetter
meinte es nicht sehr gut mit uns. Die Sonne schien zwar
aber es war sehr frisch. Erst am Ostersonntag sollte der
Frühling zurückkehren.
Nach herzlicher Begrüßung
ging unsere erste Ausfahrt los. Ziel war das Schulauer
Fährhaus, das so genannte Willkomm Höff. Und es ist
möglich, man kann auch in einer Großstadt mit einer
Gruppe fahren, wenn jeder
einzelne mitwirkt. Mein Dank hierfür an die Teilnehmer.
Im Schulauer Fährhaus wurde Kaffee getrunken und die
zahlreichen ein- und auslaufenden Schiffe beobachtet.
Unter ihnen war auch ein Riese, ein 229 Meter langer und
40 Meter breiter, mit 6000 Containern beladener
Containerfrachter. Dieser wurde nach Rotterdam
verabschiedet wo er weitere Ladung aufnehmen sollte.
Ziel seiner Reise war Singapur. Zurück ging es über die
Elbchaussee, vorbei an den Villen von Hamburgs Schönen
und Reichen, zu den Landungsbrücken. Hier wurde kurz der
alte Elbtunnel besichtigt. Leider kann man nur noch an
Werktagen mit dem Auto durchfahren.
Das gemeinsame Abendessen
fand in einem kroatischen Speiselokal statt, wo noch
reichlich Benzingespräche geführt wurden. Ein letztes
Glas im Stehen gab es dann noch in meiner Hamburger
Stammkneipe.
Am Samstag stand nun die
große Ausfahrt auf dem Programm. Es war wohl die längste
Ausfahrt der Vereinsgeschichte. Insgesamt wurden knapp
400 Kilometer zurückgelegt. Wir fuhren wieder ein Stück
durch Hamburg, dann ein bisschen Autobahn bis nach
Eutin. Von hier ging es auf kleinen Landstraßen durch
die malerische Holsteinische Schweiz zum Eselpark. Warum
Eselpark? Ganz einfach in den meisten Fahrzeugen
befinden sich über 200 Pferde und ein bis zwei Esel.
Aber Spaß beiseite! Dieser Privatpark ist schön gelegen
und zum Relaxen wie geschaffen. Nach dieser Pause ging
es weiter nach Laboe. Hier besichtigten wir ein U-Boot
der deutschen Kriegsmarine aus dem zweitem Weltkrieg.
Jedem ist wohl der Film das Boot bekannt, hier befindet
sich ein Originalschiff. Am Strand mit Blick auf die
Kieler Förde wurde unsere Kaffeepause eingelegt. Über
Plön und Bad Segeberg führte unser Weg zurück nach
Hamburg denn die Zeit drängte ein wenig. Um 20.00 Uhr
mussten wir am Hafen sein, denn das Schiff sollte
pünktlich ablegen.
Ich hatte mir für diesen
Abend eine Fahrt zu den Osterfeuern an der Elbe
ausgedacht. Die Mississippi Queen, ein Originalnachbau
eines Mississippidampfers, ist das Flaggschiff der
Reederei. Sie ist 62 Meter lang, 11,40 Meter breit und
die Schornsteine sind 17,50 Meter hoch. Sie bietet Platz
für 550 Personen. Bei einem kalt-/warmen Büfett, das
Mitschiffs herausgefahren wurde, Getränken bis zum
Abwinken und buntem Unterhaltungsprogramm sahen wir die
Osterfeuer von Blankenese und schipperten 4,5 Stunden
die Elbe entlang. Den letzten Absacker nahmen wir dann
an der Hotelbar. Es wurde beschlossen, den Beginn der
Osterausfahrt um eine Stunde nach hinten zu verlegen.
Ziel am Ostersonntag war
die alte Hansestadt Lübeck. Endlich, der Frühling war
zurückgekehrt. Bei Sonne satt und über 20 Grad ging es
los. Erster Stopp war in Ahrensburg für ein paar Fotos
vom Schloss. In Lübeck sahen wir uns ausgiebig die
Altstadt an. Mehrmals überflog uns eine alte Tante Ju.
Selbst am späten Nachmittag in Hamburg, an der Alster,
waren wir vor der Ju 52 nicht sicher. In der Lübecker
Konditorei Niederegger wurde eine Pause eingelegt. Im
Café befand sich das Marzipanmuseum. Der Ulmer Konditor
Johann Niederegger begann 1806 mit der Herstellung des
berühmten Lübecker Marzipans. Der gestrige Tag hatte
doch alle etwas geschlaucht, daher wurde heute auf eine
weitere Etappe verzichtet. Kaffeepause wurde in Hamburg
an der Alster gemacht. Ein kurzer Gang zum Rathaus der
Hansestadt, ein eindrucksvoller Bau, bildete den
Abschluss unserer Ausfahrten. Ich hätte gern noch das
eine oder andere meiner Wahlheimat Hamburg gezeigt aber
hierfür ist selbst ein Osterwochenende zu kurz.
Den Abend verbrachten wir
diesmal mit griechischer Küche. Es wurde noch lange über
das Gesehene gesprochen. Alle waren der Meinung, man
sollte noch ein paar Tage dranhängen.
Am nächsten Morgen
verabschiedeten wir uns mit dem Gefühl ein wirklich
gutes Treffen erlebt zu haben. |