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18. - 21. April 2003: Ostern in Hamburg

 
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Bilder

 
 

Sicherlich - die Teilnehmerzahl war gering, aber Evi und ich hätten Ostern eh in Hamburg und Umgebung verbracht und eine kleine Zahl von Teilnehmern bedeutet keine Gruppenbildung. Jeder kommt mit jedem ins Gespräch und man kann das ganze nach unserem Gründungsmotto „Locker vom Hocker“ angehen lassen.

 

Karfreitag war Anreise und alle standen erst einmal im Stau. Auch das Wetter meinte es nicht sehr gut mit uns. Die Sonne schien zwar aber es war sehr frisch. Erst am Ostersonntag sollte der Frühling zurückkehren.

Nach herzlicher Begrüßung ging unsere erste Ausfahrt los. Ziel war das Schulauer Fährhaus, das so genannte Willkomm Höff. Und es ist möglich, man kann auch in einer Großstadt mit einer

Gruppe fahren, wenn jeder einzelne mitwirkt. Mein Dank hierfür an die Teilnehmer. Im Schulauer Fährhaus wurde Kaffee getrunken und die zahlreichen ein- und auslaufenden Schiffe beobachtet. Unter ihnen war auch ein Riese, ein 229 Meter langer und 40 Meter breiter, mit 6000 Containern beladener Containerfrachter. Dieser wurde nach Rotterdam verabschiedet wo er weitere Ladung aufnehmen sollte. Ziel seiner Reise war Singapur. Zurück ging es über die Elbchaussee, vorbei an den Villen von Hamburgs Schönen und Reichen, zu den Landungsbrücken. Hier wurde kurz der alte Elbtunnel besichtigt. Leider kann man nur noch an Werktagen mit dem Auto durchfahren.

Das gemeinsame Abendessen fand in einem kroatischen Speiselokal statt, wo noch reichlich Benzingespräche geführt wurden. Ein letztes Glas im Stehen gab es dann noch in meiner Hamburger Stammkneipe.

Am Samstag stand nun die große Ausfahrt auf dem Programm. Es war wohl die längste Ausfahrt der Vereinsgeschichte. Insgesamt wurden knapp 400 Kilometer zurückgelegt. Wir fuhren wieder ein Stück durch Hamburg, dann ein bisschen Autobahn bis nach Eutin. Von hier ging es auf kleinen Landstraßen durch die malerische Holsteinische Schweiz zum Eselpark. Warum Eselpark? Ganz einfach in den meisten Fahrzeugen befinden sich über 200 Pferde und ein bis zwei Esel. Aber Spaß beiseite! Dieser Privatpark ist schön gelegen und zum Relaxen wie geschaffen. Nach dieser Pause ging es weiter nach Laboe. Hier besichtigten wir ein U-Boot der deutschen Kriegsmarine aus dem zweitem Weltkrieg. Jedem ist wohl der Film das Boot bekannt, hier befindet sich ein Originalschiff. Am Strand mit Blick auf die Kieler Förde wurde unsere Kaffeepause eingelegt. Über Plön und Bad Segeberg führte unser Weg zurück nach Hamburg denn die Zeit drängte ein wenig. Um 20.00 Uhr mussten wir am Hafen sein, denn das Schiff sollte pünktlich ablegen.

Ich hatte mir für diesen Abend eine Fahrt zu den Osterfeuern an der Elbe ausgedacht. Die Mississippi Queen, ein Originalnachbau eines Mississippidampfers, ist das Flaggschiff der Reederei. Sie ist 62 Meter lang, 11,40 Meter breit und die Schornsteine sind 17,50 Meter hoch. Sie bietet Platz für 550 Personen. Bei einem kalt-/warmen Büfett, das Mitschiffs herausgefahren wurde, Getränken bis zum Abwinken und buntem Unterhaltungsprogramm sahen wir die Osterfeuer von Blankenese und schipperten 4,5 Stunden die Elbe entlang. Den letzten Absacker nahmen wir dann an der Hotelbar. Es wurde beschlossen, den Beginn der Osterausfahrt um eine Stunde nach hinten zu verlegen.

 

Ziel am Ostersonntag war die alte Hansestadt Lübeck. Endlich, der Frühling war zurückgekehrt. Bei Sonne satt und über 20 Grad ging es los. Erster Stopp war in Ahrensburg für ein paar Fotos vom Schloss. In Lübeck sahen wir uns ausgiebig die Altstadt an. Mehrmals überflog uns eine alte Tante Ju. Selbst am späten Nachmittag in Hamburg, an der Alster, waren wir vor der Ju 52 nicht sicher. In der Lübecker Konditorei Niederegger wurde eine Pause eingelegt. Im Café befand sich das Marzipanmuseum. Der Ulmer Konditor Johann Niederegger begann 1806 mit der Herstellung des berühmten Lübecker Marzipans. Der gestrige Tag hatte doch alle etwas geschlaucht, daher wurde heute auf eine weitere Etappe verzichtet. Kaffeepause wurde in Hamburg an der Alster gemacht. Ein kurzer Gang zum Rathaus der Hansestadt, ein eindrucksvoller Bau, bildete den Abschluss unserer Ausfahrten. Ich hätte gern noch das eine oder andere meiner Wahlheimat Hamburg gezeigt aber hierfür ist selbst ein Osterwochenende zu kurz.

Den Abend verbrachten wir diesmal mit griechischer Küche. Es wurde noch lange über das Gesehene gesprochen. Alle waren der Meinung, man sollte noch ein paar Tage dranhängen.

 

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns mit dem Gefühl ein wirklich gutes Treffen erlebt zu haben.



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