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Fotoalben
 


15. - 17. Oktober 2004: Abschlusstreffen im Wittekindsland

 
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Ausfahrt am Freitag

 
Impressionen während der Ausfahrt am Freitag
Besuch bei der Firma Karmann mit Besichtigung des privaten Automuseums
 
Ausfahrt am Samstag
 
Ausfahrt am Sonntag
Besichtigung des Wasserstraßenkreuzes mit Schifffahrt


Weitere Fotos von Andreas Marschall


Weitere Fotos von Siggi Graf
 

Das (leider) letzte Treffen des Jahres war eine Heimveranstaltung, quasi im Wohnzimmer, von Ruth und Siggi. Für alle Bedauernswerten, die das EVENT versäumten, und zur Rückbesinnung für die anderen, möchte ich hier einige Eindrücke wiedergeben.

Wegen der Werksbesichtigung bei der Firma Karmann trafen wir uns diesmal eher als bisher üblich. Nach einem stärkenden Imbiss in unserem ländlichen Hotel Dreimädelhaus in Espelkamp ging es schon am Freitagmittag zur Ausfahrt nach Osnabrück.

Das Wetter meinte es gut, so dass fast durchweg Offenfahren am Wochenende angesagt war - die halbe Miete, wie ich meine. Zur Erinnerung: Fichtelberg im dichten Nebel nach einer Umleitung im strömenden Regen war als Beispiel nicht so toll. Die Werksbesichtigung bei der Firma Karmann in Osnabrück war dann ein echtes HIGHLIGHT für Technikinteressierte. Zumal wir das besondere Glück hatten, das nichtöffentliche Privatmuseum besuchen zu dürfen - ein Leckerbissen nach dem anderen. Das Einmalige an unseren Clubtreffen ist immer wieder, dass wir Sehenswürdigkeiten genießen dürfen, die kein Reisebüro oder sonst wer bieten kann, ich möchte nur an AMG oder die Oldtimer-Werkstätten im Classic-Center von Mercedes erinnern. Leider ist die Zeit in solchen Automuseen meines Erachtens zu kurz. Manchen vielleicht zu lang; insofern ist es schon ein Kompromiss, den alle stillschweigend mittragen, anders geht es eh’ nicht.

Unser sachkundiger und unterhaltsamer Führer zeigte uns dann den Karosserierohbau des SLK. Auch für Nicht-Technikfreaks war es ein besonderes Erlebnis, die vielen Schweiß-, Handhabungs- und Kleberoboter oder die riesigen, donnernden Tiefziehpressen, die den Boden zittern lassen, im unermüdlichen Einsatz zu sehen. Hier wurde ins Bewusstsein gerückt, dass und warum tendenziell immer weniger Arbeitsplätze erforderlich sind bei gleicher Arbeitsleistung. Wie Karl Marx schon vorhersagte, der größte Sohn Triers…(Jahrelang mussten wir uns mit ihm abplagen, Gott hab’ ihn selig.) Interessant übrigens, dass die SLK-Karosserie nicht im Ganzen das Werk verlässt, sondern in drei Teilen. Erst in Bremen werden diese verschweißt.

Mit tollen Eindrücken ging es nach der kurzweiligen Heimfahrt an die leckeren „Haxen aus dem Steinofen“ (nur wer mag, aber wer mag, soviel wie er mag). Alles im beschaulichen Wintergarten. Wie ich erfuhr, wird der Ofen wie in alten Zeiten vom Gastraum aus mit Buchenholz befeuert und dann nur noch die Glut genutzt. Der Chefkoch selber legt das Fleisch hinein und holt den Braten ohne Zwischenkontrolle!!! gar heraus. Resultat: Das Fleisch war kross und zart wie selten, ein Meisterstück.

Am Samstag führte uns die Ausfahrt durch das schöne Wiehengebirge und den Teutoburger Wald mit wunderbaren Aussichten in die Ebenen hinein, nur in weiter Ferne begrenzten Dunstschleier den Blick. Auf dem Parkplatz an der Mindener Schachtschleuse begrüßten wir Evi und Frank und inspizierten mit teils begierlichen Blicken das neue SLK-Modell. Am Mittellandkanal bestiegen wir ein Flussschiff zur „Kreuzfahrt“. Die technischen Einzelheiten kann ich mir hier sparen, sie sind ebenfalls (wie die zu Karmann und zur Geographie) ausführlich im Programm beschrieben. Wir fuhren, teils in, teils out, über die eindrucksvollen Kanalbrücken in die Mindener Hafenanlagen. Dort erlebten wir, was ich mir schon immer gewünscht hatte, einen Schiffs-Fahrstuhl 13 m abwärts, eine Schleusung in die Weser hinab. Auf welch simplem Wege hier riesige Naturkräfte ausgenutzt werden, ist schon beeindruckend. Alles quasi kostenlos, von Wasserkraft betrieben.

Dann ging es durch das reizvolle Schaumburger Land zur Burg Vlotho, zur Kaffeepause. Hier lenkten die alten Burgreste, ein schönes Brautpaar einer Hochzeitsgesellschaft und die tollen Aussichten auf die Stadt Vlotho und das Wesertal alle Blicke auf sich. Ein Augenschmaus und für jeden was dabei.

Als wir von Vlotho zurück zum Hotel fuhren erlebten wir noch eine Überraschung. Am Südhang des Wiehengebirges flogen auf einmal, wie für uns bestellt, eine große Menge Heißluftballons aus dem Tal in die Luft. Lauter bunte Punkte waren am Himmel zu sehen.

Am Sonntag fand unsere Jahreshauptversammlung im Hotel statt. Generell wäre eine regere Teilnahme hier schon wünschenswert. Über die Resultate gibt es sicher eine „amtliche Mitteilung“ - nur soviel, dass Ruth und Heinz wiederum das Vertrauen bei der Wahl erhielten. Ihnen gebührt unser aller Dank und Anerkennung. Ruth bekam vom Club eine riesige Blumenschale, für die sich in ihrem ebenso riesigen Anwesen, das wir am Vortag von außen besichtigten, sicher ein Platz finden wird. Weiter beschlossen wir die Einführung eines Punkte- oder Bonussystems für die fleißigsten Teilnehmer bei Clubtreffen.

Nach dem Abschiednehmen war für einige immer noch nicht Schluss, denn es ging noch auf eine Ausfahrt nach Bünde, wo die milliardenschwere Tabaksteuer von nicht mal 20 Beamten eingetrieben wird. Hier besuchten wir das interessant gestaltete Tabakmuseum, wo Siggi mit gemischten Gefühlen eine schwarze Raucherlunge betrachtete und erfahren musste, dass er eine Tasse Teer im Jahr zu sich nimmt nebst einigen Briketts. Na ja…

Dennoch war dies ein rundum gelungenes Clubtreffen, bei schönem Herbstwetter (der Regen kam erst bei der Heimfahrt) und bleibenden Erinnerungen. Danke den Organisatoren - auf ein Neues in 2005!

 

... und das ist die Auflösung zu den Ballons, die wir gesehen haben:

Rallye in 1.000 Metern Höhe Ballonteam Kirchlengern geht mit 26 Heißluftballonen zur Fuchsjagd in die Luft

Von TOBIAS HEYER
(Neue Westfälische v. 18.10.2004)
Kirchlengern
Füchse sind schlaue Tiere. Legen schon mal eine falsche Fährte, verstecken sich, wo sie nur können und schlagen dann blitzartig zu. Bei Michael und Tanja, die am Samstagnachmittag den Fuchs bei der Fuchsjagd des Ballonteams Kirchlengern mimten, war das nicht anders.

Als Erste starteten die Beiden mit ihrem Heißluftballon von einem großen Feld in Klosterbauerschaft und hingen dann unter einem Fesselballon ohne Korb. "Da sitzt du wie auf einem Sofa und siehst die Füße unter dir über dem Nichts baumeln", beschrieb Pilot Michael Gärtner routiniert, während Freundin Tanja sich mit der luftigen Landpartei nur zögernd anfreundete.

Als der Fuchs außer Sichtweite war, begann das hektische Aufbaumanöver auf dem riesigen Startplatz. 25 weitere Ballonteams aus dem gesamten Bundesgebiet bliesen Luft in ihre bunten Ballonhüllen, richteten die luftigen Riesen auf und starteten im wilden Durcheinander. Immer in der Hoffnung, als einer der Ersten aufsteigen und schnell den Fuchs verfolgen zu können. Der war derweil schon auf der Suche nach einem Landeplatz und ging vor dem Wiehengebirge kurz runter, doch schien diese Stelle dann doch nicht geeignet, das 5x5 Meter große weiße Kreuz auszulegen. Für die Verfolger gilt es, dieses Kreuz aus luftiger Höhe mit einem kleinen Sandsäckchen möglichst genau zu treffen. Und weil das der Besatzung des "Fuchses" diesseits des Wiehen zu schwer erschien, folgte dem ersten Lande-Entschluss dann doch noch ein Hüpfer über das Wiehengebirge und schließlich die Landung auf einer großen Wiese in Lübbecke. Schließlich sollten alle 25 Verfolger-Ballons die Möglichkeit haben, nach- und auch nebeneinander das Ziel anzufahren.

"Jetzt haben sich die Beiden doch lang gemacht", amüsierte sich Pilot und Ballonteam-Chef Karlo Coors, als er aus seinem Ballon die nicht besonders elegante Landung von Michael und Tanja in Lübbecke verfolgte. Alsdann war aber umgehend wieder Karlo Coors' ballonfahrerisches Feingefühl gefragt. Denn aus 500 Meter Anfahrhöhe mussten schnell die richtige Sandsack-Abwurfhöhe und die richtige Position zum Ziel gewählt werden, um das Zielkreuz genau zu treffen. Dann hieß es: Sandsack in die Hand, anvisieren und ab mit dem orange-farbigen Beutel in Richtung Zielkreuz.

Der Rest war Hoffen, denn 500 Meter freien Fall vollzieht nicht einmal ein solch lebloser Sandsack ganz ohne Richtungsänderung. Und so endete manche verheißungsvolle Anfahrt für die Ballon-Fuchsjäger mit einer Enttäuschung. Oft reichte das 50-Meter-Maßband am Boden für die Bestimmung der Zielabweichung nicht aus. Doch ging es bei dieser Ausfahrt auch nicht verbissen um genaues Treffen, sondern zum Saisonabschluss vor allem um den Spaß einer für Monate letzten gemeinsamen Ballonfahrt. Das sahen auch viele Zaungäste am Boden so, die staunend verharrten, um den Ballonfahrern ein "Hallo" nach oben zuzurufen.

Besonders, als die gemeinsame Landung kurz vor Rahden nach gut 18 Luftkilometern anstand, bildeten sich Gruppen von Neugierigen, die den sanften Riesen zuschauten, als sie ihre Bodenhaftung zurück gewannen. Und dann hieß es: Schnell die Hülle einpacken, den Korb auf den Anhänger wuchten und dann zurück zum Startplatz, wo Unterhaltung und viele Köstlichkeiten Mitfahrer, Piloten und Verfolger erwarteten.

 



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