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Der erste
Arbeitstag nach einem so schönen Wochenende fällt
meistens recht schwer - aber da geht es mir nicht
alleine so. Im vergangenen Jahr sprachen Katja und
Robert davon, ein Treffen im Fränkischen Seenland zu
organisieren. Da man in der Region noch zu sehr
günstigen Preisen übernachten und speisen kann, wurde
ganz bewusst, ein ganz einfacher Gasthof gewählt. Klein
und zu ungewohnt günstigen Preisen. So war die Vorfreude
auf das Fränkische Treffen gegeben. Da ich in Bayern -
genauer gesagt in Oberfranken - geboren bin, zieht es
mich irgendwie auch immer gerne in den Süden.
Das Wetter
machte uns Sorgen - Regen - und die Wetterprognose war
auch nicht berauschend. Die Anreise am Freitag war
teilweise schon mehr als nervig, da die meisten von uns
im strömenden Regen eher über die Autobahn krochen als
fuhren. Nach und nach trudelten alle gesund und munter
ein und ein gemütlicher Abend begann bei guter
regionaler Küche mit großzügigen Portionen und
regionalen Getränken.
Am Samstag
früh hatte es den Anschein, als ob es der Wettergott
doch noch gut mit uns meinen würde. Bei 13° C und stark
bewölktem Himmel fuhren 15 SLK überwiegend offen los.
Leider konnten wir nicht ganz lange offen fahren, der
Himmel hatte wohl ein Leck. So erging es uns den ganzen
Tag - teils offen, dann wieder geschlossen, dennoch tat
es der guten Laune keinen Abbruch. Zum Glück haben wir
ein Dach über dem Kopf und Regenschirme waren auch im
SLK.
Das erste
Ziel war der Brombachsee in Enderndorf, wo wir mit dem
Trimaran eine Schifffahrt über den See machten. Die
Fahrt nach Enderndorf durch die einzelnen Orte war eine
Attraktionsfahrt durch die Dörfer. Die Bewohner sahen
staunend der SLK Kolonne nach, winkende Passanten - ein
schöne Anblick.
Bei dem
Trimaran handelt es sich um ein dreistöckiges Schiff mit
einer sehr schönen Inneneinrichtung. Man hatte gar nicht
das Gefühl, auf einem Schiff zu sein. Das Schiff fasst
ca. 750 Passagiere, verfügt über ein Haupt-, Ober- und
Sonnendeck, ist 46 m lang, 19 m breit und 13,20 m hoch.
Es hat einen Tiefgang von 1,40 m. Angetrieben wird es
durch zwei MAN-6-Zylinder-Dieselmotoren mit jeweils 250
kW Leistung und zwei Schottel Pump-Jets. Durch die
vollständige Klimatisierung hat man auf dem Schiff bei
jedem Wetter eine Wohlfühl-Temperatur. Die Fahrt auf dem
künstlich angelegten See war schön entspannend und wir
freuten uns auf die zweite Etappe, der Fahrt zum
Hesselberg.
Robert und
Katja hatten einen sehr guten Zeitplan, der auch gut
eingehalten wurde. Über sehr schöne Sträßchen ging es
zum Hesselberg, wo wir zur Kaffeepause in der
evangelischen Schule erwartet wurden. Hier konnte im
Anschluss viel Selbstgemachtes, wie Nudeln, Essig, Öl
und Wurst, gekauft werden. Nach der Pause fuhren wir
oben auf den Berg, wo wir den Gipfel bestiegen. Selbst
bei dem nicht ganz klaren Blick hatte man eine gute
Aussicht über das Frankenland bis in die Schwäbische
Alb.
Die Zeit
rief und wir mussten wieder los - um 17.30 h wartete der
Stadtführer von Dinkelsbühl auf uns! Die ehemalige
Reichsstadt Dinkelsbühl liegt im idyllischen Wörnitztal.
Die historische Altstadt mit 16 Türmen und den
prächtigen Patrizierbauten, wie dem „Hezelhof“ und dem
„Deutschen Haus“, erinnern an Dinkelsbühls große Zeiten
im 15. und 16. Jahrhundert. Fleißige Handwerker und
blühender Handel mehrten den Reichtum der Stadt, die
sich durch ihre Wehranlage vor Übergriffen schützte. Am
Schnittpunkt der Handelswege entstand das Münster St.
Georg, eine der schönsten Hallenkirchen Süddeutschlands.
Gut beschirmt erkundeten wir die alte Stadt Dinkelsbühl
- bis uns die Füße weh taten und Hunger und Durst uns in
unser Quartier trieben.
Bei gutem
Essen und etlichen Getränken ging in fröhlicher und
geselliger Runde ein schöner Tag zu Ende. Es wurde
gelacht, bis die Tränen kamen. Thomas Cedel hatte
während des Tages kleine Filme gedreht und unsere
Hobbyfotografen fleißig geknipst. Da Andreas Marschall
sein Laptop dabei hatte, konnten wir uns abends noch
eine Dia- und Filmshow ansehen. Besonders interessant
waren an diesem Abend die Gespräche, was man im SLK
alles an „Ausrüstung“ mit sich führt, z.B.
Entwachslappen aus der Waschanlage, und was man zum
Pilze sammeln mit in den Wald nimmt.
Am Sonntag
hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Viel zu
schnell vergeht ein Wochenende. Unsere Organisatoren
hatten Alternativ noch eine Fahrt, dieses mal bei
sonnigem Wetter, nach Schloss Dennenlohe angeboten, wo
wir uns den Rhododendron Park ansehen wollten. Hier muss
man wirklich sagen, wer Schloss Dennenlohe nicht gesehen
hat, hatte etwas verpasst. Allerdings ist es schwierig,
das Erlebte zu Papier zu bringen. Als wir das Schloss
erreichten, begann Baron von Süsskind gerade eine
Führung, der wir uns anschlossen. Baron von Süsskind hat
sein Gartenhobby zum Beruf gemacht. Der ganze riesige
Schlossgarten gleicht einer Art „Themenpark“ mit
verschiedenen Pflanzen. Da gibt es zum Beispiel den
„Goldregenweg“ mit gelb blühender Kastanie, Zierquitten,
Goldulme, Rhodo, japan. Schneeball und gelben Azaleen.
Oder die Birkeninsel mit verschiedenen Birken, der
Himalayabirke, Papierbirke, Goldbirke, lindenblättriger
Birke. Sehr beeindruckend aber auch ein Japanischer
Garten. Schloss Dennenlohe bietet durch das ganze Jahr
Attraktionen an - ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Abschluss
machte dann das neu eröffnete Oldtimer-Museum. Nach dem
der „SLK Wanderverein“ abermals einige Kilometer zu Fuß
hinter sich gebracht hatte, hieß es dann endgültig
Abschied nehmen.
Ein schönes
Wochenende, an dem viel gelacht und neue Pläne
geschmiedet wurden, ging zu Ende und die SLK traten den
Heimweg an. |