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Freitag
Das
Wetter war ausgezeichnet: sonnig und nicht zu warm. Der
ganze Ort Hahnenklee war mit Hexenpuppen und Masken an
den Häusern geschmückt worden. Ein Umzug mit
Musikkapelle zog durch die Ortschaft. Das Hotel war sehr
nobel und großräumig am oberen und sehr ruhigen Ortsende
gelegen. Im Laufe des Nachmittags bis in den frühen
Abend sind die Teilnehmer peu a peu eingetroffen. In
unserem All inklusive Paket war dann auch das
Abendbuffet und freie Getränke bis 01.00 Uhr enthalten.
In dem großen Speisesaal hatten wir unsere eigene
Nische. Bevor wir jedoch das ausgezeichnete und überaus
reichhaltige Hexenbuffet plündern durften, hat Frank uns
Ruths Grußworte verlesen. Danach labten wir uns an guten
Sachen, wie Hexenbraten mit teuflischer Pfeffersauce
oder Hexenspucke. Alles diabolisch gut.
Zur
Sicherheit unserer Autos hat sich die Polizei alle paar
Minuten auf dem Hotelparkplatz gezeigt, daher konnten
wir beruhigt gemeinsam den (steilen) Berg hinunter in
das Ortszentrum von Hahnenklee gehen. Hier fand ein
Jahrmarkt statt. Ich habe allerdings noch nie ein
Straßenfest erlebt, für das Eintritt bezahlt werden
musste. Aber das war es wert. Überall Stände mit
diversen Fressalien und Getränken für jeden Geschmack,
typisches Kunsthandwerk und allerorten Souvenirangebote.
Alle 100 m spielte eine Liveband oder Gaukler zeigten
Ihre Kunststücke und jede Menge Hexen waren unterwegs.
Auf einem nahe gelegenen Platz war schon ein
Scheiterhaufen aufgebaut. Ab 22.30 spielte dann auf der
daneben stehenden Bühne eine örtliche Band. Passend zum
Anlass spielte diese Gruppe dermaßen grauenvoll, dass
die Zuschauer und wir in Scharen abgewandert sind. So
haben wir leider den Hexentanz und das Anstecken des
Scheiterhaufens nicht mitbekommen. Nach einem
anstrengenden Marsch den Berg hinauf zum Hotel, haben
wir uns mit Freigetränken in der hoteleigenen Disco
wieder erholt bis in den Mai hinein.
Samstag
Unser
„Kleiner“ war schon seit Tagen unruhig - ein leichtes
Grinsen lag auf seinem Kühlergrill. Dann war es endlich
soweit: „mbslk meets SLK Roadster Club im Harz“. Die
Fahrt über die Autobahn nach Hahnenklee verlief
reibungslos - wir hatten das Gefühl, unser SLK konnte es
gar nicht abwarten. Seine anderen Brüder waren bereits
am Freitag angereist, damit ihre Piloten die
Walpurgisnacht kräftig feiern konnten.
Am Sonnabend
nach dem Frühstück sollte es nun losgehen - aber vorher
musste auch unser Kleiner etwas in den Bauch bekommen -
aber leider gibt es in Hahnenklee keine Tankstelle -
also vor dem Start noch eine kleine Spritztour nach
Clausthal-Zellerfeld - damit wir unterwegs nicht schlapp
machen - und siehe da, auch einige andere hatten es
nötig.
Gegen 10.00
Uhr ging es dann endlich los: Bunt gemischt - aber wie
üblich mit Silber-Grau-Dominanz - reihen sie sich ein:
unsere besten Stücke - mal naturbelassen (wie unser
kleiner schwarzer Freund), mal dezent geschminkt und
auch einige mächtig breitschultrig und muskulös. Schönes
sonniges Wetter - also runter mit den Klamotten.
Zack-zack-summ-summ-klack-klack man glaubt es kaum,
schon ist das Dach im Kofferraum.
Die
Organisatoren hatten gute Vorarbeit geleistet - alles
klappte wie am Schnürchen: 9 Teams -bestehend aus
jeweils 2 SLK nebst Piloten starteten im 2-Minuten-Takt.
Mit dem Start-Countdown wurden die Aufgaben der
Jux-Rallye übergeben (…und keine Sekunde früher -
vorbereiten/schummeln also ausgeschlossen). Damit sich
die Teams nicht ins Gehege kommen, wurden A- und
B-Routen ausgegeben - 4 Teams links herum durch den Harz
- 5 Teams rechts herum.
Nun aber
zügig die Aufgaben gelesen und die Route studiert - die
Co-Pilotin ist gefordert; und alles ist in 2 ½ Stunden
zu erledigen!
Unser
Kleiner strahlte, als es endlich Gas gab! Auf nach
Goslar zum dortigen Mercedes-Händler. Ja wie viel Autos
stehen denn nun im Verkaufsraum? Oh - nein - nur die
ausgestellten SLK waren gefragt! Und ruckzuck weiter
nach Wernigerode: Hier war der Durst zu löschen - jedoch
exakt für 5 € - der Tankwart schmunzelte. Wir waren
nicht die ersten mit diesem lustigen Wunsch. Auf der
weiteren Rundfahrt Richtung Schierke, vorbei bei den „Drei-Annen“
und der Harzer Schmalspurbahn folgten noch einige
anspruchsvolle Fragen, z. B. zur Türfarbe der
Uni-Bibliothek in Clausthal-Zellerfeld. Und immer flott
Dampf gemacht. Es war ein Spaß: Die SLK waren in ihrem
Element und die Freude sprang auf Pilot und Co-Pilotin
über.
Gegen 12.30
Uhr sammelten sich die Rückkehrer in Hahnenklee auf dem
Hotel-Parkplatz. Mit ausgefüllten Antwort-Bogen waren 7
Teams pünktlich zurück - 7? Ein Team fehlt noch, die
beiden gelben Post-Autos hatten sich verfahren und
trudelten etwas verspätet ein. Nun waren die
Organisatoren gefordert. In der Mittagspause erfolgte
die erste Auswertung.
Gegen 14.45
Uhr folgte die 2 Etappe des Tages: Diesmal aufgereiht
wie eine Perlenkette brausten wir über schöne
kurvenreiche Strecken an die Okertalsperre. Dort wartete
ein Elektro-Fahrgast-Schiff auf uns - natürlich ohne
SLK. Unsere kleinen Freunde hatten Gelegenheit auf dem
Parkplatz unter sich zu sein. Wer weiß - vielleicht
hatten sie sich untereinander auch etwas zu erzählen?!?
Auf dem
Schiff war für Kuchen, Tee und Kaffee gesorgt und alles
nett eingedeckt. Und schon tuckerte uns das Schiff über
den See. Der Kapitän gab ein paar informative
Geschichten preis, denn das Wasser dieser Talsperre
versorgt Regionen bis rauf nach Bremen mit Trinkwasser -
gut, dass es sich um ein Elektroschiff - ohne
Ölverschmutzung handelt - es tuckert? Wieso tuckert es?
Ein Nachfrage hellte diesen Gedanken auf: das
Elektroschiff war der Vorgänger - dieses Schiff fährt
mit 173-PS-Diesel-Aggregat (173 PS - na ja - es gibt ja
auch keine Wellengang). Die 1 ½ Stunden an Bord wurden
genutzt, Gedanken auszutauschen und neue Pläne zu
schmieden.
Die
Schlussetappe folgte: Von Schulenberg zurück nach
Hahnenklee - ein tolles Event geht zu Ende - unser
Kleiner hatte Tränen auf dem Scheinwerfer - allerdings
vom zwischenzeitlich einsetzenden Regen.
Bei leckerem
Buffet ab 19.00 Uhr folgte die Siegerehrung. Erster
wurde das Team Christina und Torsten Gerber / Diana
Reinecke / Marcus vom Brocke. 2 und 3 mit gleicher
Punktzahl die Teams Martina Manns / Christian Köhlen /
Gerald Hanisch, sowie Natascha und Marcel Ryl / Oliver
Walz. Die 3 Gewinnerteams wurden mit netten
SLK-Aufmerksamkeiten bedacht.
Eine sehr
gelungene Veranstaltung - vielen Dank den Organisatoren! |