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Fotoalben
 


23. - 25. Juli 2004: Odenwald-Neckartal-Treffen

 
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Ausfahrt am Samstag

 
"Gentleman start your engines"
Sammeln vor der Ausfahrt
Die Tour führt durch die Burg Hornberg
Weiter in das Neckartal nach Bad Wimpfen mit Besichtigung des Schweine-Museums
Weiterfahrt zur deutschen Greifenwarte auf Burg Guttenberg mit Flugvorführungen
Rückfahrt zum Hotel
 
Ausfahrt am Sonntag
 
Ausfahrt am Sonntag mit Besichtigung einer Kristallglasbläserei und der Überfahrt mit einer Fähre über den Neckar


Weitere Fotos von Uli Herzog


Weitere Fotos von Stefan Maul


Weitere Fotos von Rainer Voigt


Weitere Fotos von Siggi Graf
 

Bereits am Freitag stand unser Treffen wettertechnisch unter guten Vorzeichen, der kleine Ort Limbach-Krumbach begrüßte uns mit heißen 33°C. Aber wenn Engel reisen dann haben sie nun mal schönes Wetter und wenn sie dann noch im „Hotel Engel“ absteigen, dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Der Parkplatz war für uns als SKL Gruppe (Süddeutsche – Klassen – Lotterie) reserviert und mit einem Schmunzeln bezogen wir unsere Zimmer.

Bis alle 10 Fahrzeuge eintrafen verbrachten wir die Zeit damit, Bernhards neuestes Schmuckstück, einen 22 Jahre alten SL 280 zu bewundern. Nachdem dann fast jeder die Anreise hinter sich hatte wurde uns in einem gemütlich-rustikalen Raum der „Alten Scheune“ ein 5-Gänge Menü kredenzt. Als Appetitanreger schlürften wir einen sehr umdrehungsreichen Sekt, während draußen ein Gewitter tobte. Danach wurden wir reichhaltig mit Pfifferlingen, Suppe, Salat, Fleischvariationen, Eis und einem „Blutwurz“ für die Verdauung gemästet. Das Unwetter hatte sich inzwischen verzogen und so beschlossen einige volle Mägen nach dem Essen einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. In geselliger Runde wurden bis nach Mitternacht Witze erzählt, Anekdoten von sich gegeben, Informationen ausgetauscht und Erfindungen gemacht. Demnach kann Pfefferminztee gegen Nikotinsucht helfen und Zigarillo-Röhrchen laden zu reger Basteltätigkeit ein.

Am Samstag 10:00 Uhr fuhren wir mit 13 Autos los. Zuerst führte unser Weg durch einen Räuberwald in dem noch der Morgennebel zwischen den Bäumen hing. In Richtung Neckarzimmern schweifte unser Blick immer wieder über Weinberge und den Neckar.

In der Kurstadt Bad Wimpfen machten wir Halt und gingen durch gemütliche Straßen mit Fachwerkshäusern zum größten Schweinemuseum der Welt. Dort angekommen wurden wir mit einem Glas Sekt und einem kleinen Glücksschwein für jeden begrüßt. Über drei Etagen bekamen wir Schweine aller Couleur zu Gesicht. Die Sammlung beherbergt über 10000 Ausstellungsstücke. Von Sparschwein, Kuscheltier, Schweinen in Autos, auf Ostereiern, Karten und Bildern bis hin zu Krügen und Kannen in Schweineform und Schaukelschweinen reichte das Sortiment. Selbst das Gäste-WC war voller Schweinereien.

Nach unserem heiteren Museumsbummel ging es bei strahlendem Sonnenschein weiter durch Bad Rappenau und Umgebung. An einem Parkplatz am Waldsee wurden wir dann mit einem kleinen Picknick überrascht zu dem es Wasser und Fleischkäswecken gab. Gestärkt fuhren wir anschließend zur Burg Guttenberg, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. In den Wehr- und Zwingeranlagen der mittelalterlichen Burg befindet sich das älteste private Forschungszentrum für Greifvögel in Europa. Bereits 1961 gründete Claus Fentzloff eine Auffangstation für verletzte und pflegebedürftige Greifvögel. Die Deutsche Greifenwarte arbeitet im Sinne des Artenschutzes und züchtet Adler, Geier und Eulen für die Wiederansiedlung zur Erhaltung bedrohter Arten. Sie ist Auffang- und Pflegestation für verletzte oder beschlagnahmte Greifvögel. In 40 Jahren wurden ca. 35.000 Brut- und Aufzuchtdaten von Greifvögeln und Eulen erfasst und gespeichert. Mit einer Schneeeule auf dem Arm begrüßten uns um 15:00 Uhr Claus Fentzloff und seine Frau zu einer Flugvorführung bei der wir allerhand Interessantes über Eulen, Adler und Geier erfuhren. Lautlos ließen sie Uhus über unsere Köpfe gleiten und erzählten dabei, dass diese 60 Jahre alt werden können und trotz ihrer großen beeindruckenden Augen ihre Beute besser hören als sehen. Auf einer Wiese vor uns saßen Kaiseradler, Steinadler, Seeadler sowie der amerikanische Weißkopfadler und beeindruckten uns mit Sturzflügen auf vermeintliche Beutetiere in der Luft und im Wasser. Der Seeadler kann 6kg schwer werden und hat eine Spannweite von 2,50m. Normalerweise werden sie zwischen 40-80 Jahre alt, aber einer hatte sogar 95 Jahre auf den Flügeln. Greifvögel sind in fast allen Ländern der Erde geschützt, jedoch besteht eine besondere Gefahr der Ausrottung über die Nahrungsaufnahme der Tiere. Bei Seeadlern stammt das Futter oft aus stark belasteten Gewässern. Die Schadstoffe reichern sich in der Hauptnahrung, den Fischen, an und führen zu Vergiftungen, Missbildung, Unfruchtbarkeit oder Zerbrechen der Eierschalen bei der Brut. Durch die Deutsche Greifenwarte wurden bereits 37 europäische Seeadler ausgewildert, die inzwischen 400 Nachkommen haben. Nach der Anmut und Geschicklichkeit der Adler wurden uns verschiedene Geier gezeigt. Es sah schon etwas witzig aus wie ein 14kg schwerer Mönchsgeier, die gewaltigsten Vögel in Europa und Asien, mit einer Spannweite von 3m und einer Lebenserwartung von über 100 Jahren, auf uns zu humpelte. Geier können sich 3-4 Stunden ohne einen einzigen Flügelschlag in der Luft halten. Dabei fliegen sie auch in Höhen von 10000m, in der die Luft nur noch 4% Sauerstoff hat und Temperaturen von -10°C herrschen. So stieß ein Gänsegeier vor einigen Jahren über Afrika in 11300m Höhe mit einem Flugzeug zusammen. Die beeindruckenden Vögel schlangen dann vor unseren Augen ganze Hühnerschenkel hinunter, bevor sie mit ihrem typisch lustigen Gang in ihren Feierabend hüpften. Wir machten noch eine Runde durch den Geierhof, den Eulengraben und auf dem Adlerring. Dabei sahen wir uns weitere Greifvögel an und informierten uns über die Forschungsstation.

Nach diesem Erlebnis setzte sich unser Autocorso wieder in Bewegung und streifte dabei den Luftkurort Hirschhorn, in dem die Fachwerkhäuser idyllisch am Wasser liegen. Die Odenwald-Neckar-Tour verwöhnte uns noch einmal mit schönen Landschaftseindrücken. In Rothenberg-Raubach stillten wir im Café „Raubacher Höhe“ unseren Durst bevor es gegen 19:00 Uhr über kurvige Waldstraßen und durch Waldauerbach zurück zum Hotel ging. Dort schlemmten wir abermals sehr gut. Die Runde erzählte über die Erlebnisse des Tages und machte Pläne für kommende Ausfahrten. Unsere Gesichter waren dabei nicht nur vom Plaudern, oder vom Schnäpschen gerötet, sondern auch von der ganztägig strahlenden Sonne. Nach den ersten Einblicken von den Bildern des Treffens ging ein harmonischer Tag zu Ende.

Sonntag nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von den Heimreisenden und brachen mit 6 Fahrzeugen zur Glashütte Peter Kaspar auf. Wir konnten dort den Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen. Mit Hilfe der traditionellen Glasmacherpfeife und gedrechselten Holzformen entstand vor unseren Augen Glaskunst. Die Glashütte Peter Kaspar besteht seit 30 Jahren und hat sich aus einer Kelchglashütte zu einer Produktion individueller Geschenk- und Gebrauchsartikel entwickelt. Seit etwa 20 Jahren ist es Peter Kaspar gelungen durch die Erfindung neuer, spannender Techniken das klassische Bleikristall modern und farbig zu verarbeiten. Es werden Kollektionen mit einer Landschaftsidee sowie Unikatserien in Neckarzimmern produziert. Angefangen von kleinen Vögelchen, über Vasen und Schalen bis hin zum hochwertigen Kunstobjekt wird alles aus Bleikristall mit Zwischenglasfärbungen hergestellt. Dabei werden immer farbige Glasmehle zwischen zwei klaren Glasschichten aufgenommen und verschmolzen. Im angrenzenden Geschäft gingen wir auf Beutezug und nachdem jeder etwas Zerbrechliches erworben hatte setzen wir unsere Sonntagstour fort.

Der eigentliche Clou dieses Tages sollte nämlich noch folgen: mit der Autofähre über den Neckar. Der Fährmann und wir fotografierten um die Wette als unsere 6 SLK verschifft wurden. Im Sonnenschein und mit herrlichem Blick auf die Uferlandschaft überquerten wir den Fluss und waren erleichtert kein weiteres Fahrzeug dabei zu haben, denn das hätte einfach nicht mehr auf die Fähre gepasst. Die Haßmersheimer Fähre hat bereits eine lange Tradition und fand schon 1330 die erste urkundliche Erwähnung. Bis heute ist die Fähre die schnellste Verbindung zur anderen Neckarseite.

Gut gelaunt ließen wir die Ausfahrt danach in dem Italienischen Restaurant „Maestro Ivan“ in Mosbach ausklingen. Der Maestro selbst ließ sich ein spezielles 4-Gänge-Menu einfallen und verwöhnte uns mit kulinarischen Genüssen bis wir mehr als satt waren. Am frühen Nachmittag verabschiedeten wir uns von einander und fuhren in alle Himmelsrichtungen nach Hause.

Unser Dank für dieses Wochenende gilt Bernhard und Christiane, sowie Petrus für den Sonnenschein. Tolles Wetter, ein schöner Odenwald, sympathische Menschen – ein rundum gelungenes Wochenende!



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