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- ein
erlebnisreicher Tag, trotz gelegentlicher "Hungersnot“ -
Am Freitag
trudelten die meisten, nach einer für viele meist
beschwerlichen Anreise (Autobahnen wie immer verstopft),
so zwischen 17.00 und 18.00 Uhr ein. Schnell hatte man
sich in dem wunderschönen Hotel in einer Sitzecke zu
einem kleinen Pläuschchen gefunden. Nach dieser kurzen
Wiedersehensrunde verschwanden alle in ihren tollen
Zimmern, um sich frisch zu machen.
Als alle zum
Essen versammelt waren, hielt Ulf eine kleine Ansprache
bei der die beiden Neulinge Jürgen und Monika
vorgestellt wurden. Monika hatte sich allerdings ein
wenig verändert, wie alle bemerkten. Da sie nämlich
geschäftlich verhindert war, hatte ihren Platz der
Sohnemann Steffen eingenommen. Um es vorweg zu nehmen;
diesem machte das Treffen richtig Spaß.
Nach einem
vorzüglichen Essen, begann der literarische Teil des
Abends. Hierbei gab Ulf einige Passagen aus dem Buch von
August Horch „Ich baute Autos“ zum Besten, die sehr
unterhaltsam und amüsant waren. Nach dieser kurzen
Vorlesungsstunde kam für viele, die die Unterlagen noch
nicht genauer studiert hatten, der Schock, als Ulf
bemerkte, dass am Samstagmorgen um 09.20 Uhr Abfahrt
sei. Zitat: Oh Gott, dass ist ja vor dem Frühstück! Als
er, im Einklang mit Ruth - was gleich noch Erwähnung
finden wird -, darauf hinwies, bitte pünktlich zu sein,
hatten sich alle mit dem grausamen Schicksal abgefunden.
Am nächsten
Morgen, an dem sich noch ein neues Gesicht zu uns
gesellte (Lutz), waren alle pünktlich anwesend. Wirklich
alle? Nein, denn wer fehlte und schlummerte noch
fröhlich vor sich hin, Ruth mit ihrer Mutter (Hanne)!
Als Ulf dann nach seiner kurzen Einweisung für die Fahrt
im Zimmer anrief, kam für die beiden schon jede
Aufstehhilfe zu spät. Wir beschlossen die Zwei am ersten
Etappenziel, am August Horch Museum, zu treffen. Auf der
Fahrt dorthin zeigten uns Eva und Ulf noch die steile
Wand. Eine Straße in Meerane mit einer fast
beängstigenden Steigung. Verbunden war dieses mit einer
Testung der Stoßdämpfer, da die Straßen mit einem
krassen Kopfsteinpflaster bedeckt waren. Hier einmal ein
Dank an unseren Zahnarzt, die Plomben hielten!
Pünktlich um
kurz vor 10.00 Uhr waren wir am Museum und wer traf auch
dort ein. Richtig! Ruth und Hanne - just in time -. Wir
erfuhren, dass die Tücken der Technik schuld an dem
Verschlafen waren. Ruth hatte Hannes Handy zum Wecken
benutzt, welches aber leider noch auf Winterzeit
eingestellt war. So wurde bei Ulfs Anruf aus den
vermeintlichen 08.15 Uhr, 09.15 Uhr und zwei etwas
hektische Ausfahrtteilnehmerinnen. Im Museum wurden wir
mit der Automobilgeschichte von Horch, DKW, Audi,
Wanderer und dem Trabi konfrontiert. Aber nicht nur
damit, sondern auch mit einem Führer, der so richtig
sächselte. Auf eine nette Art und Weise brachte er uns
einen wesentlichen Teil der deutschen
Automobilgeschichte näher, die eng mit Zwickau verbunden
ist.
Nach gut
einer Stunde ging es dann weiter zum Etappenziel 2, der
Göltzschtalbrücke in Mülau. Das pünktliche Erreichen
dieses Ziels verwehrten uns einige Dinge, womit ein
kleiner Fastentag begann, da sich auch die anderen
Etappenziele aufgrund von Umleitungen etc. nicht mehr
wirklich im Zeitrahmen erreichen ließen. Die
eingeplanten Pausen fielen dem leider zum Opfer. Zurück
aber zu unserer zweiten Etappe. Hier fing das bis dahin
eigentlich recht brauchbare Wetter an Kapriolen zu
schlagen. Wir mussten unsere Dächer schließen, da es
heftiger anfing zu regnen. Als wir weiterfuhren,
vernahmen wir den Geruch von Zweitaktern, nein keine
Trabis, sondern eine Ausfahrt von Mofas, hinter denen
wir mit gemütlichen 40 km/h, zum Leidwesen von Eva und
Ulf, herzuckeln mussten.
Als wir an
unserem Etappenziel ankamen, beruhigte sich das Wetter
zum Glück etwas und wir konnten einigermaßen trocken
einen Vortrag zur Göltzschtalbrücke genießen. Sehr gut
und blumenreich erklärte die Dame, was es mit der Brücke
auf sich hat, die mit ihren 26 Mio. verbauten Ziegeln
die größte ihrer Art ist. Ein kurzer Spaziergang führte
uns zur Ballonfahrt, um uns die Brücke von oben
anschauen zu können. Wer jetzt schnell genug war oder
auf die Ballonfahrt verzichtete, dem gelang es etwas zu
essen an einer kleinen Imbissbude zu erhaschen. Dieses
Glück war aber nicht jedem beschert. 150 m über dem
Abgrund war aber einigen sowieso der Hunger etwas
vergangen. Die Aussicht auf das gigantische Bauwerk und
die Umgebung war wundervoll, was aber nicht jeder
genießen konnte. Einige hatten, zur Freude anderer,
nämlich leichte Schwierigkeiten mit dieser luftigen
Höhe. Die Erklärungen des Ballonführers was denn so
passieren würde, wenn der Ballon sich losreißt, gab
ihnen dann den Rest. Als wir wieder festen Boden unter
den Füßen hatten, waren aber alle begeistert von diesem
Erlebnis.
Nach einer
längeren dritten Zwischenetappe, leider fast
ausschließlich im Regen “seufz“ und mit einer großen
Umleitung versehen, besuchten wir auf dem Fichtelberg
das dazugehörige Haus. Durch den Regen war die Sicht
aber so als hätte man zu viel getrunken, etwas stark
vernebelt. Nach einer kurzen Pause bei Kaffee und Kuchen
- endlich eine Kleinigkeit essen - ging es weiter zum
Sachsenring, den wir dennoch mit einiger Verspätung
erreichten.
Auf der
Fahrt zum Ring hatte es kaum geregnet und wir hofften
auf Besserung für die bevorstehenden Runden auf dem
Rundkurs. Bevor wir starten durften bekamen wir von
einem Instruktor gezeigt, was sich geschichtlich auf dem
Sachsenring so zugetragen hat und wie so eine
Rennstrecke funktioniert. Wir erhielten einen kurzen
Einblick in den Turm und das Überwachungssystem mit
seinen zahllosen Monitoren. Als es dann endlich zum
Fahren ging, kam es wie es kommen musste, es fing an zu
schütten. Dieses tat aber der guten Stimmung keinen
Abbruch. Der Instruktor hielt mit uns in der ersten
Runde an den neuralgischen Punkten der Strecke und
erzählte einiges Wissenswerte dazu. Obwohl bei den
anschließenden Runden hinter dem Fahrsicherheitsherrn
ein eher gemäßigtes Tempo angeschlagen wurde, machte es
viel Spaß mit seinem Wagen über den Ring zu fahren.
Schließlich bestand ja zwischendurch die Möglichkeit mal
etwas Abstand zu halten, um dann wieder Gas geben zu
können. Als wir unsere Runden beendet hatten, hörte es
logischerweise wieder auf zu regnen.
Die letzte
Etappe führte uns dann wieder zurück zum Hotel, wo wir
in weiser Voraussicht schon am Vortag das Abendessen
bestellt hatten. Auch auf diesem letzten Teilstück war
wieder eine kurzfristig eingerichtete Umleitung zu
bewundern. Gegen 20.30 Uhr hatten wir es aber geschafft
und wir trafen uns alle gemeinsam zu einem richtig
tollen Abendessen.
Ich hoffe es
lag nicht an dem Hals, den Ulf und Eva zwischendurch
wegen der Verspätungen hatten, dass er hierbei ohne
Krawatte erschien. Das ist nämlich das Letzte was die
beiden haben sollten, da alle Teilnehmer von dem
Gesehenen begeistert waren und mit einem Rucksack voller
toller Eindrücke und wirklich begeistert am Sonntag die
Heimreise antraten. Außerdem kann es ja nie schaden,
einen Tag auch mal ein bisschen zu fasten oder?
Mit sonnigen
Grüßen aus dem Süden und einem herzlichen Dank an Eva &
Ulf für das schöne Wochenende, verbleiben eure
Madelaine
und Christoph |