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Fotoalben
 


24. - 26. Juni 2005:
Treffen im Harz

 
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Ausfahrt am Samstag

 
Fahrt zum Köhlerei-Museum
Besuch der Köhlerei
Impressionen während der weiteren Ausfahrt
Besichtigung des Kalibergwerkes Sonderhausen


Weitere
Fotos vom Treffen auf der Pixum-Seite von Andreas Marschall 
 
 

Mit einem Willkommenstrunk im Restaurant „Zur Quelle“ im sehr idyllischen 400-Seelen-Luftkurort Lonau im Harz wurden die Teilnehmer am Freitag begrüßt. Dieses Haus hat eine bewegende Geschichte hinter sich: Das über 500 Jahre alte Gebäude brannte durch ein Großfeuer 1998 bis auf die Grundmauern nieder. Die Neueröffnung des jetzigen Hauses fand bereits 1999 statt. Um nach der Zerstörung den Gaststättenbetrieb weiterlaufen lassen zu können, erwarb die Inhaberin das Haus „Zum oberen Krug“, das etwa 300 m oberhalb der „Quelle“ gelegen ist. Hier waren die Teilnehmer untergebracht. Einige von ihnen kamen durch einen Stau auf der Autobahn später hinzu. Erfreulich war, dass Ruth sich gesundheitlich so gut fühlte, dass sie mit Siggi am Treffen teilnehmen konnte. Nach einem harztypischen 3-Gänge-Menue wurde noch ordentlich geklönt, und anschließend zog man sich zu einem Absacker in den „Oberen Krug zurück.

Am Samstagmorgen fand nach dem Frühstück ein Fototermin mit einem Vertreter der örtlichen Presse statt. Anschließend begann die Ausfahrt bei schönstem Sonnenschein. Bevor wir jedoch diese Tour Revue passieren lassen, gebührt den Ausrichtern, Ulrike Georg-Rudolph und Gerd Georg, ein großes Lob und Dankeschön für die Ausarbeitung dieser hervorragenden Route mit tollen Überraschungen.

Die Fahrt begann zunächst mit 11 Fahrzeugen, darunter ein SLK 55 AMG, und führte über Sieber nach Sankt Andreasberg. Hier musste eine 18%-ige Steigung bewältigt werden. In der Ortsmitte fiel unsere Kolonne natürlich auf - spontan winkten uns einige ältere Fußgänger zu! Weiter ging es über hohe Berge, sanfte Täler, ausgedehnte Wälder und weite Hochflächen zum Sonnenberg. Von hier aus hatte man einen tollen Blick auf den Brocken, der mit 1.142 m höchste Berg des Harzes. Leider war dieser in leichtem Dunst verhüllt. Vorbei am idyllisch gelegenen Oderteich passieren wir anschließend Königskrug (bekannt für seine großen Windbeutel). Hier stand auf der Gegenfahrbahn ein „Blitzer“ in einem Smart mit Celler Kennzeichen. Nach Passieren des Eisstadions in Braunlage hatte die Außentemperatur bereits die 30º C-Marke erreicht. Über Elend, Tanne (hier stießen Evelin und Frank zu uns) und Hasselfelde (Westernstadt Pullmann City II) erreichten wir die 1. Überraschung der Ausfahrt - die Harzköhlerei Stemberghaus“ mit einem Schluck aus der „flüssigen Holzkohle“ (Kräuterlikör) begann die 30-minütige Führung durch das Holzkohlemuseum. Bei einem sehr interessanten Vortrag erfuhren wir alles über die Entstehung der Holzkohle. Anschließend gab es eine deftige Brotzeit in der „Köhler-Rast“ mit frischem Bäckerbrot und Griebenschmalz, Harzer Käse, Mettwurst und Gewürzgurken sowie einem Getränk nach Wahl. So gestärkt ging es weiter über Hassefelde, Stiege, Breitenstein nach Stolberg. Im Ortskern dieser kleinen Stadt befinden sich viele schöne alte Häuser (sehenswert). Ganz in der Nähe auf dem Großen Auerberg befindet sich übrigens das größte eiserne Doppelkreuz der Welt!

Wir ließen nun den Harz zurück und fuhren ins Harzvorland. Über Rottleberode, Berga (hier wurde der Spitzenwert von 33,5º C erreicht), Kelbra (mit Blick auf die Talsperre) und Badra erreichten wir Sondershausen mit dem Höhepunkt der Ausfahrt, dem Erlebnisbergwerk „Glückauf“ (schon von weitem erkennbar durch den großen Förderturm). Treffpunkt war der Schachthof am Brügmannschacht (Schacht I). Hier wurden wir von unserem Tourismusführer empfangen. Im Umkleideraum, der bergmännisch Kaue genannt wird, bekamen wir einen Arbeitsschutzhelm und einen Schutzkittel. Nach einer Belehrung über die Sicherheitsbestimmungen (Rauchverbot, immer Helm tragen, engen Kontakt zum Führer halten) fuhren wir mittels eines Förderkorbes in 4 m/sek 670 m tief unter die Erde und tauchten ein in die Glitzerwelt einer 230 Millionen Jahre alten Salzlagerstätte!

Dort wurden wir auf einen kleinen Lkw (natürlich von Mercedes) mit offener Sitzfläche verfrachtet - und da begann erst richtig der „Spaß“. Der Führer „bretterte“ mit 40 km/h durch die engen Stollengänge (Kimi Räikönen ist dagegen ein Waisenknabe), so dass Evelin der Helm vom Kopf gerissen wurde und Heidi von der Sitzbank rutschte! Bei mehreren Halts wurde uns die Geschichte der Kaligrube näher gebracht. Unter anderem wird das Bergwerk zweimal im Guinness Buch der Rekorde erwähnt. Denn hier fand 1998 in 700 m Tiefe mit 105 Läufern ein Volkslauf statt. Auch Marathon-Läufe und Radrennen werden heute noch durchgeführt. Eher romantisch ging’s bei der Kahnfahrt auf dem Salzsee zu. Anschließend erlebten einige Wagemutige einen Mordsgaudi, indem diese mittels eines „Arschleders“ auf einer 52 m langen Rutsche mit 40º-Gefälle durch den Höllenschlund düsten!

Ein ganz bewegender Augenblick war es, als wir unter Tage eine Gaststätte mit der tiefsten Kegelbahn der Welt, einem Konzertsaal sowie einen Festsaal besichtigten, in dem auch Trauungen stattfinden. Hier war zum Abschluss der Besichtigung des Bergwerks Kaffeetrinken mit Kuchen angesagt.

Gegen 17.00 Uhr erreichten wir wieder das Tageslicht. Hier war die Überraschung groß: ein Regenband zog sich vorüber und ein Gewitter klang ab (die Temperatur war um 10º C gesunken). Auf dem kürzesten Weg erreichten wir über Nordhausen, Hasserode, Mackenrode und Scharzfeld nach 190 km Fahrt gegen 18.20 Uhr unseren Startort.

Nach einem „Candlelightdinner“ mit fünf Gängen am Abend gab es anschließend noch die obligatorischen Absacker im „Oberen Krug“.

Am Sonntagmorgen wurde nach dem gemeinsamen Frühstück Abschied genommen. Und alle waren sich einig: es war ein ganz tolles und erlebnisreiches Wochenende.

Heidi & Ulli

 
 

Wir hoffen, Ihr seid gut zu Haus angekommen. Wir haben es noch ganz gemütlich gehabt. Erst wollte ich nur kurz über unseren Sonntag und die schöne Heimfahrt berichten, aber dann ist es doch etwas mehr geworden. Vielleicht ist das was für die nächste Clubpost?!

Das Treffen im Harz bei Ulrike und Gerd war große Klasse. Sie hatten ein schönes Hotel, ein tolles Programm und gutes Wetter auf dem Plan. Mit einem typischen Harzgericht zum Abendessen ging der Freitag Abend an, der sich bis in den Morgen hineinzog. Großes Gähnen am Samstagmorgen beim Frühstück, aber auch Erwartung auf alles was geplant war. Die Ausfahrt ging gleich nach dem Pressetermin los. Kleine Strassen, Kurven und Wald soweit das Auge reicht. Wunderschön. Der 1. Stopp wurde an einer Köhlerei gemacht. Hier erfuhren wir einiges zur Herstellung von Holzkohle, dessen Wirkung bei alten Hausrezepten und labten uns an einer feinen Brotzeit mit Schmalz, Mettwurst und natürlich Harzer Käse. Weiter ging es durch kleine Ortschaften mit vielen Fachwerkhäusern, wo leider keine Zeit zum Verweilen war, weil die Hauptattraktion schon wartete. Die Einfahrt in ein Bergwerk. 680 Meter tief unter der Erdoberfläche wurden wir in einen offenen Wagen verfrachtet und los ging die Fahrt immer tiefer in den Berg hinein. Mir war schon sehr mulmig zumute. Vorbei an Tunneln und Höhlen, wurde immer wieder gehalten und einiges zum Bergwerk über früher und heute erzählt. Seit einiger Zeit ist es stillgelegt, wird aber für Feste aller Art genutzt. Es enthält ein Kaffee und ein Standesamt, sowie ein Theater in dem bis zu 600 Menschen Platz haben. Gigantisch! In dem Kaffee ließen wir es uns natürlich auch schmecken. Unter Tage wird man schnell durstig und hungrig. Vor allem die Helden unter uns haben sich ihren Kaffee redlich verdient. Sie waren so tapfer und sind auf dem so genannten „Arschleder“ den Höllenschlund (einer Riesenrutsche im Salz) heruntergerutscht. Nach 3 Stunden war die Ausfahrt aus dem Schacht. Es war spannend und aufregend, aber ich für meinen Teil war froh, wieder den Himmel sehen zu können, der auch Tränen der Freude zeigte, dass wir alle wieder da waren um nun mit verschlossenem Dach wieder den Weg zum Hotel einzuschlagen und uns ein 5 Gänge - Candlelightdinner schmecken zu lassen. Die nun folgende Nacht war irgend wie noch länger als die vorherige. Zum Glück konnten wir etwas länger schlafen, weil nur :-( noch Frühstück und Heimfahrt auf dem Plan standen, denn leider ging alles wie jedes Treffen viel zu schnell vorbei und wir freuen uns schon jetzt auf das Nächste.

Aber Robert und ich hatten noch einen Verlängerungstag geplant. Es war toll von Ulrike und Gerd, das sie sich noch Zeit genommen haben um mit uns am Sonntag noch ein wenig durch den Harz zu touren. Leider hatte das Grenzlandmuseum in Bad Sachsa geschlossen. Es wäre interessant gewesen. Aber auch nur das Rumfahren im Harz ist schön, unsere Gastgeber haben Glück, das sie in so einer Gegend wohnen können. Allerdings trennten sich unsere Wege dann am Spätnachmittag nach dem Kaffee trinken in Schierke leider doch. Und dann? Wir zwei hatten noch einen faulen Abend im Hotel und eine suuuuper Heimfahrt von ca. 8 Stunden. Nein, kein Stau. Wir sind gemütlich durch das Land gefahren. Von Herzberg im Harz nach Duderstadt, durch das Werratal nach Eisenach, durch Thüringen, die Klassikerstrasse entlang bis nach Würzburg und dann durch das Frankenland nach Hause. Wir haben so viel Schönes gesehen, das wären bestimmt noch mal mindestens 3 Treffen wert.

Also ran an die Bouletten und Treffen organisiert! Wir denken schon verstärkt über ein weiteres Treffen bei uns im nächsten Jahr nach. Und ihr?

Liebe Grüße an euch alle und vielen Dank an Ulrike und Gerd.

Katja & Robert



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