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Fotoalben
 


26. - 28. August 2005: Treffen in der Rhön

 
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Ausfahrt am Freitag
 
Während der Ausfahrt
Eine kleine Stärkung
An der Fulda-Quelle


 
Unternehmungen am Samstag
 
 Impressionen während der Ausfahrt
 
 Besuch des Rhönschäfers
 
 Besichtigung der zum Hotel gehörenden Kellerei


 
Ausfahrt am Sonntag
 
 Während der Ausfahrt
 

Fotos von Andreas Marschall

Weitere Fotos von Stefan Maul

Weitere Fotos von Siggi Graf
 

Zunehmend freundlich – diese Wettervorhersage konnten wir am Freitagmorgen in unserer Tageszeitung lesen, nachdem es am Donnerstag ab mittags bis in die Nacht Bindfäden geregnet hatte. Na, dann konnte ja nichts mehr schief gehen mit unserem Treffen in der Rhön, wenn Engel reisen ........

Wir freuten uns schon lange auf das Treffen von Anke und Stefan, diesmal mussten wir auch nicht so weit fahren. Nach Feierabend starteten wir um 16.00 Uhr und kamen gegen 18.00 Uhr in Seiferts an. Im Gasthaus „Krone“, unserem Rhönschaf-Hotel, bezogen wir unser hübsches kleines Zimmer, gespickt mit Schäfchen und sonstigen Sachen rund ums Schaf.

Zum Abendessen à la carte trafen wir uns alle dann ab 19.00 Uhr. Einige hatten bereits mittags mit Anke und Stefan eine kleine Ausfahrt gemacht und dabei die schöne Landschaft genossen,  einen Diavortrag mit vielen wissenswerten Details über die Rhön erlebt und sind nach einer Kaffeepause rechtzeitig zum Essen in der Krone eingetroffen.

Schon allein die Speisekarte des Rhönschaf-Hotels ist sehenswert. Handgefertigt aus Holz ist jedes Exemplar ein Einzelstück, der Inhalt so umfangreich, dass man erst mal einige Zeit mit dem Studium des „Buches“ beschäftigt ist. Das Essen war sehr lecker und reichlich, nach einigen feucht-fröhlichen Stunden zogen wir uns dann zum Schlafen zurück, um für die Ausfahrt am Samstag fit zu sein.

Nach dem Frühstück ging es dann pünktlich um halb zehn los. Wir hatten etwas über 200 Kilometer vor uns. Die Rhön liegt im Dreiländereck zwischen Bayern, Hessen und Thüringen und wir haben bei unserer Tour alle drei Bundesländer befahren. Vorbei an nahezu waldlosen Hochebenen über Kuppen und Täler, Wiesen und Matten, bizarren Hochmooren und markanten Basaltblöcke, malerischen Städtchen und einsamen Dörfer fuhren wir dem ersten Highlight des Treffens entgegen, unserm Besuch bei Schäfer Weckbach. Dieser stellte sich als ein echtes Original dar. Er erfreute sich am Anblick unserer schönen Autos, aber man hatte gleich darauf den Eindruck, dass ihm nur seine Tiere wichtig sind. Mit kräftiger Stimme und fränkischem Slang erfuhren wir viel Interessantes über den Schäfer und seine Arbeit. Herr Weckbach demonstrierte uns eindrucksvoll, wie seine Schafe auf „Pfiff“ hören und mit welchen Kommandos („such verloren“) der Rentner-Hund die Herde so zu formieren hatte, dass unsere ganze Gruppe umzingelt war. Auch wie Schäfer Weckbach ein (wahrscheinlich nur für uns) bedauernswertes Schaf mit seinem Schäfer-Stab gefangen und dann auf den Allerwertesten gesetzt hat, konnten wir bestaunen. Das Schaf saß da wie ein Maikäfer, lehnte sich an die Beine seines Schäfers und glotzte uns an, bis es endlich erlöst wurde und zurück zu seinen Freunden durfte. Nach einem weiteren Vortrag gab es dann einen leckeren Rhönschaf-Eintopf und anschließend noch Gelegenheit, verschiedene Wurst aus Schafsfleisch zu kaufen. Nach über 2 Stunden, in denen wir wieder was dazugelernt hatten, verabschiedeten wir uns von Schäfer und Schafen, und setzten unsere Tour fort. Über hübsche und verschlungene Straßen kamen wir gegen halb vier in der Heile Schern an, einer urgemütlichen Scheune in Thüringen. Dort war Kaffeetrinken angesagt. Bei lieblicher Live-Musik mit Akkordeon und Hundegebell-Begleitung genossen wir Apfel-, Kirsch-, Streusel- oder Rhabarberkuchen, bevor wir dann wieder aufsaßen und Richtung „Krone“ weiterfuhren. Voll im Zeitplan begann um 18.00 Uhr eine  Führung durch die kleinste gewerbliche Schaukelterei der Welt. Zunächst durften wir zwei verschiedene Sorten Apfelweine probieren, dann erklärte uns Nadine (Azubi im 3. Lehrjahr) professionell den Weg vom Apfel zum Apfelwein, Apfelsherry und anderen leckeren Spezialitäten aus der Schau-Kelterei. Im „Saftladen“ hat dann der eine oder andere noch die Gelegenheit genutzt, verschiedene Köstlichkeiten mit Apfel, unter anderem Senf, Marmeladen, Brotaufstriche und Liköre, zu kaufen, um dann zuhause beim Essen wieder an unser wunderschönes Rhön-Treffen zu denken.

Nachdem wir uns eine halbe Stunde regeneriert haben, trafen wir uns im Gasthaus zum Abendessen in Buffet-Form mit verschiedenen Rhöner Schmankerl und Salate. Alles war sehr lecker und reichlich, der restliche Abend danach wurde feucht und lustig, bis irgendwann auch der letzte müde war und den Weg ins Bett fand.

Am Sonntag früh haben wir dann ausgiebig gefrühstückt, etwa die Hälfte der SLK’ler verabschiedete sich danach Richtung Heimat.

Wir anderen, die noch nicht heim wollten oder mussten, fuhren dann noch mit 7 Autos zum „Schwarzen Moor“, wo wir nach einem kurzen Spaziergang den Rest einer DDR-Grenzanlage besichtigten. Außerdem gibt es dort die „beste Thüringer Bratwurst überhaupt“ (O-Ton Stefan), also musste dies noch getestet werden. Weiter ging’s dann zu einem privaten DDR-Museum, dort genossen wir eine kleine, aber sehr exklusive Führung.  

Wir fuhren dann weiter eine kleine Ausfahrt Richtung Wasserkuppe und wollten dort oben eventuell Mittag essen. Als wir auf dem Gipfel ankamen, dachten wir, in der Rhön ist niemand mehr zu Hause. Dort herrschte Hochbetrieb, schon einen Parkplatz zu finden, war fast unmöglich. Autos, Motorräder, Wanderer, Fahrradfahrer, Segelflieger …. soweit das Auge reicht. Das wollten wir uns dann doch nicht antun und Stefan führte uns nach Gersfeld zum „Griechen“, wo wir zum Abschluss noch gut aßen, bevor wir uns dann endgültig verabschieden mussten.

Wir haben wunderschöne Tage in der Rhön verbracht, das Wetter und das Hotel waren gut, das Programm ideen- und kontrastreich und die Organisation hat bestens geklappt. Anke und Stefan verdienen ein dickes Lob, vielen Dank für alles, es war toll.


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