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Das
Auftakttreffen der Saison 2005 führte uns ins
landschaftlich äußerst reizvolle Saarland. Eigentlich
schade, dass wir nicht schon früher einmal dort gewesen
sind - aber es stand uns ja ein verlängertes, viel
versprechendes Wochenende bevor. Bereits am Donnerstag
bzw. Himmelfahrtstag trafen die Teilnehmer im Laufe des
Nachmittages oder frühen Abends bei strahlendem Wetter
in der Kreisstadt Saarlouis ein. Unser Hotel befand sich
mitten in der sehr schönen Stadt, am Rande der
Fußgängerzone. Dies hatte den großen Vorteil, dass wir
die Möglichkeit hatten, die sehr vielen netten
Restaurants oder Kneipen mit wenigen Schritten zu Fuß
erreichen zu können.
Nachdem alle
ihre Zimmer bezogen hatten, empfingen uns Madelaine &
Christoph im Hotel und es gab einen Begrüßungssekt.
Dabei konnten die ersten Neuigkeiten ausgetauscht werden
- davon gab es sehr viele, schließlich hatten wir ja
eine lange Winterpause hinter uns. Anschließend ging es
auch schon los, in das erste Restaurant, dass Madelaine
& Christoph ausgesucht (und zuvor getestet) hatten.
Bei dem sehr netten Italiener wurden dann die
Info-Mappen verteilt und der geplante Ablauf der
kommenden Tage wurde uns erläutert. Dabei war sofort
erkennbar, dass in die Organisation des Wochenendes sehr
viel Arbeit investiert wurde.
Der Start
für den nächsten Morgen war für 9.30 Uhr vorgesehen -
und zwar nicht am Hotel, sondern aus verkehrstechnischen
Gründen an einem Kreisel in Richtung Ortsausgang. Die
Reihenfolge der Fahrzeuge wurde anschließend durch
Losnummern ermittelt.
Trotz der Aussicht nicht gerade Ausschlafen zu können,
verweilten wir nach dem sehr leckeren Essen, bei
süffigen Bier oder guten Wein noch sehr lange in dem
Restaurant; es gab einfach sehr viel zu erzählen.
Irgendwann machte der Wirt deutlich, bald schließen zu
wollen. Wieder zurück im Hotel traf sich noch „der harte
Kern“ an der Rezeption, wo noch einige Biere vertilgt
wurden.
Bei dem
gemeinsamen Frühstück am nächsten morgen verteilten
Madelaine & Christoph ein Lunchpaket für den kleinen
Hunger zwischendurch, für den Fall, dass der Zeitraum
zwischen zwei Mahlzeiten etwas zu lang werden sollte.
Etwas später waren alle rechtzeitig am vereinbarten
Treffpunkt an dem Kreisel, wo wir genug Platz hatten, um
aufzufahren. Lediglich mit der am Vorabend ausgelosten
„Startnummer“ hat es nicht sofort in allen Fällen
geklappt.
Schließlich ging es los in Richtung Merzig, wo sich
unser erstes Ziel, die Tuningfirma Carlsson befindet.
Wir fuhren auf kleinen Landstraßen durch eine
wunderschöne, hügelige, gelbe, mit Rapsfeldern gesäumte
Landschaft. Leider regnete es und wir konnten das Dach
nicht aufmachen.
Angekommen bei Carlsson wurden wir sehr freundlich
begrüßt und jeder brannte darauf die getunten Mercedes
bewundern zu können. Selbstverständlich hatten es uns
die ausgestellten SLK besonders angetan. Danach wurde
uns die Geschichte der Firma und das Leistungsprogramm
vorgestellt. Dabei erfuhren wir, dass Carlsson z. B.
auch mit Citroen ein Projekt durchgeführt hat. Der
Tätigkeitsschwerpunkt wird aber auf die
Leistungssteigerung von Mercedes-Fahrzeugen gelegt. So
gab es auch einen Motorenprüfstand zu besichtigen, der
für die Firma wichtig ist, um eventuellen
Garantieansprüchen vorbeugen zu können. Bemerkenswert,
dass sich ein solch relativ kleines Unternehmen in der
heutigen Zeit so gut am Markt behaupten kann.
Nach einem Kaffee bekamen wir zum Abschied bei Carlsson
noch einen hochwertigen Schlüsselanhänger geschenkt.
Zurück bei unseren Autos stellten wir fest, dass es
aufgehört hat zu regnen. Also schnell die Dächer auf und
los. Leider dauerte die Freude nur kurz an. Nach einigen
Minuten mussten wir wieder stoppen und die Dächer
schließen. So ging es dann weiter bis zur Saarschleife.
Dort hatten wir genügend Zeit, um bei etwas besserem
Wetter, die Aussicht auf die Saarschleife zu genießen.
Da hat sich die Natur wirklich was schönes einfallen
lassen. Es war kaum möglich die Saarschleife komplett
auf ein Foto zu bekommen. Sehr wohl konnten wir ein
Gruppenfoto mit allen Teilnehmern machen. Anschließend
fing es auch schon wieder an zu regnen, weshalb wir
beschlossen, die verbleibende Zeit der Pause, in einem
Café, zwecks einer kleinen Stärkung zu verbringen. Hier
gab es ein kleines Missverständnis mit der Bedienung.
Anstatt des Wunsches bis 13.30 Uhr mit Essen und
Bezahlen fertig zu sein, servierte sie das Essen erst ab
13.30 Uhr. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, kam es
anschließend zwischen einigen Teilnehmern zu einem
kleinen Wettessen. Dabei trat die Carlsson-Fraktion
gegen die AMG-Fraktion an. Mit leichtem Vorsprung gewann
schließlich AMG (Andreas).
Schnell ging es dann weiter zu unserem nächsten Ziel -
die Firma Villeroy & Boch.
Fast pünktlich in dem ehemaligen Kloster angekommen,
wurde uns nach der Begrüßung ein wirklich interessanter
Film gezeigt. Durch Peter Ustinov (der Film ist vor
einigen Jahren gedreht worden) wurde die Entstehungs-
und Entwicklungsgeschichte des Unternehmens - von einer
kleinen Keramikfertigung im Jahre 1809 hin zu einem
internationalen Konzern mit weltweiten Standorten -
anschaulich erläutert.
Danach sind wir durch die Ausstellungen der Firma
geführt worden, in der die historische aber auch die
aktuelle Produktpalette zu sehen ist. Wir erfuhren z.
B., dass das Dekor einiger Erzeugnisse noch heute von
Hand entsteht. In der Bäderausstellung wurde uns die
Funktionsweise einer geruchsfreien Toilette erläutert.
Was es alles so gibt.
Nach der Ausstellung hatten wir die Gelegenheit die
Produkte von Villeroy & Boch in einem sog.
Factory-Outlet-Store zu sehr günstigen Preisen zu
erwerben, wovon auch einige ordentlich Gebrauch machten.
Doch nicht nur die Damen kamen auf Ihre Kosten. Bei der
preisgünstigen Lindt-Schokolade schlugen auch einige
Herren zu.
Wieder bei den Autos angekommen, hatte sich die Sonne
endlich einmal durchgesetzt, und wir konnten die
Rückfahrt zum Hotel offen antreten. Bei der
wunderschönen Landschaft hatten sich alle dies
sehnsüchtig herbeigewünscht.
Am Abend in Saarlouis ging es wieder gemeinsam zum
Essen. Im Restaurant „Schlemmergallerie“ gab es wirklich
genügend zu schlemmen und über diesen emotionalen Tag zu
diskutieren. Es war wirklich für jeden etwas dabei -
Carlsson für die Herren, Villeroy & Boch für die Damen.
Am nächsten
Morgen konnten wir etwas länger schlafen (und über die
vielen am Vortag gesehenen Produkte träumen), denn die
Abfahrt am Kreisel war erst für 10.15 Uhr angesetzt.
Doch leider hatte die Sonne an diesem Vormittag
überhaupt nichts mehr zu melden. Es regnete regelrecht
„Bindfäden“. Trotzdem ging es los. Wir fuhren wieder
durch wunderschöne Landschaften - über Hügel, durch
Täler, Alleen und Wälder - so dass man anfing sich
darüber zu ärgern, nicht offen fahren zu können.
Unser erstes Ziel an diesem Samstag war die Villa Borg.
Eine römische Villa, deren Überreste 1987 gefunden
wurden und seitdem noch ausgegraben werden. Diese Villa
wurde 1:1 nachgebaut und kann somit besichtigt werden.
Bei der informativen Führen durch die Villa wurde
deutlich, dass die alten Römer seinerzeit schon ein sehr
luxuriöses Leben geführt haben. Besonders der
Badebereich war sehr beeindruckend. So hatten die Römer
bereits Fußboden- und Wandheizungen, fließendes Wasser
und einen sehr kultivierten Badebetrieb. In einer
anschließenden Diashow erfuhren wir Wissenswertes über
Ausgrabungen und archäologischen Untersuchungen. Teile
der Ausgrabungen konnten anschließend im Museum
besichtigt werden.
Nach einer derart geballten Ladung an wissenschaftlichen
Informationen haben alle mächtigen Hunger bekommen. So
traf es sich gut, dass man in der Villa Borg in einem
Restaurant auch römische Speisen ausprobieren konnte,
die dort mit Kräutern aus dem eigenen Garten zubereitet
werden. So konnten wir uns bei Lokullus, Elbenschnitzel
oder Linsen mit Kastanien in die damalige Zeit
hineinversetzen.
Draußen war zwischenzeitlich mal wieder die Sonne heraus
gekommen und wir sahen darin unsere Chance an diesem Tag
noch einmal offen zu fahren. Also fingen wir an, unsere
Dächer trocken zu putzen, zu öffnen, um loszubrausen.
Doch wie am Vortag dauerte das Vergnügen wieder nur
einige Kilometer bevor es wieder anfing zu Regnen.
So ging es über die Grenze nach Frankreich. Noch bei
Regen erreichten wir unser nächstes Ziel, das „Chateau
de Malbrouck“, eine im 15. Jahrhundert errichte Burg. In
dieser Burg befindet sich zur Zeit eine
Drachenaustellung, in der die Bedeutung von Drachen und
der Glaube daran, im Laufe der Geschichte gezeigt wird.
Von einer gut deutsch sprechenden Führung erfuhren wir
auf einem Rundgang neben allem Wissenswerten über
Drachen, auch bauliche Details der Burg.
Da sich der Tag wettermäßig wie der Vortag entwickelte,
konnten wir - zurück am Parkplatz angekommen - wieder
die Dächer öffnen. Nur einige trauten dem Frieden nicht.
Doch es ging tatsächlich offen bis zum Hotel zurück.
Am Abend ging es zum Essen in ein
Kartoffel-/Schnitzel-Haus. Bei sehr leckeren (und in den
meisten Fällen auch großen) Portionen haben die
durchgehend begeisterten Teilnehmer des Wochenendes noch
einmal die sehr vielseitigen Eindrücke ausgetauscht.
Deshalb auch an dieser Stelle noch einmal einen
herzlichen Dank und großes Lob an Madelaine und
Christoph für die mühevolle Vorbereitung und Planung des
tollen Programms. Dies gilt umso mehr, wenn bedacht
wird, dass die beiden nicht aus dem Saarland kommen.
Bleibt zu hoffen, dass die folgenden Treffen auch so
viel Spaß machen.
Alena &
Thomas |