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Fotoalben
 


6. - 8. Oktober 2006:

Abschlusstreffen in der fränk. Rhön

 
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Bilder vom Samstag

 
Bilder von der Ausfahrt
 
Besuch im Dampflokwerk Meiningen
 
Die kläglichen Überreste der Adler nach dem Brand in Nürnberg
 
Kloster Veßra
 
Am Abend "Pokal" für die Punkte-Sieger Geschenk für die Treffensorganisatoren
 


Weitere Fotos
dieses Treffens von Siggi

 

von Christian Köhlen

Wir schreiben Freitag, den 06. Oktober 2006

Ort des Geschehens: Hotel Sturm in Mellrichstadt, Unterfranken, Bayern.

Höchst offiziell waren die Mitglieder des SLK Roadster e.V. aufgefordert worden zahlreich zur Jahreshauptversammlung an diesem Wochenende zu erscheinen. Dieser Anweisung leisteten am Freitag 15 standhafte Mitglieder und ein sehr nettes Gästepaar aus Worms (Gruß in die Pfalz) Folge. Vom frühen Nachmittag bis in den Abend hinein trudelten die SLK nach teilweise anstrengender Anfahrt ein. Auch Andreas kam gerade noch rechtzeitig zu Beginn des opulenten 4-Gänge-Menüs. Wie im Fluge verging die Zeit und eh man sich versah, wurde seitens des Service um die letzte Runde gebeten. Der neue Tag hatte fast noch nicht angefangen, als auch die üblichen Letzten ihre Zimmer aufsuchten.

Samstag, 07. Oktober 2006, ein Datum wie Donnerhall.

Wetterlage unbeständig, abschnittsweise leichter Regen, dazwischen heiter.

Pünktlich mit 15 Minuten Verspätung konnten um 10.15 die neun SLK losrollen. Quer durch das nette Stadtzentrum hoppelten die Fahrzeuge über das Kopfsteinpflaster mit Ziel Meiningen. Nach einer Fahrt von 25 Km über kurvige Straßen und durch ausgedehnte Wälder erreichten wir unser erstes Ziel, das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk Meiningen, jetzt Dampflokwerk Meinigen. Kurz nach der Ankunft konnten wir uns einer größeren Gruppe anschließen und mit dieser einen informativen Film über die Tätigkeiten des DLW ansehen.

Anschließend begann in 2 Gruppen ein Rundgang durch das Werk. In einer gigantischen Werkshalle mit Schiebebühne konnte man nach Herzenslust die teilzerlegten Fahrzeugen inspizieren und fotografieren. Standen doch Dampfloks in verschiedenen Zerlegungsgraden, Eisenbahnschneepflüge und andere Fahrzeuge umher.

Fast jedes Fahrzeug wurde uns von dem Tourführer ausführlich erklärt. Handelt es sich doch bei dem DLW um das letzte Unternehmen dieser Art in Deutschland und um eines der bedeutendsten Werke in Europa zur Wiederaufarbeitung und Wartung von Dampflokomotiven. Entstanden aus einer vor über 140 Jahren gegründeten Werkstätte für Lokomotiven, befindet sich das DLW an der heutigen Stelle seit fast 100 Jahren. Beeindruckend sind die alten Gebäude, die nur geringfügig modernisiert wurden. Da die Reichsbahn-Ost im Gegensatz zur Bundesbahn noch in die 80er Jahre hinein Dampflokomotiven verwendete, war auch die Tätigkeit für das damalige RAW Meinigen gesichert. Mit dem Ende der Dampftraktion verlegte man sich auf die Herstellung und Wartung von Eisenbahnschneepflügen und anderer Sonderfahrzeuge.

Nach der Wende öffnete sich das damalige RAW auch für Privatkunden, z.B. Museumsbahnen. Seitdem können dort auch Privatbahnen ihre Lokomotiven warten bzw. wieder aufarbeiten lassen. Da dies jedoch schnell 6stellige Summen erreichen kann, stehen manche Kundenfahrzeuge doch recht lange in den Hallen des DLW, bis der Kunde die Reparaturkosten aufbringen kann.

Weil das DLW bis heute im Besitz der DB AG ist, werden dort auch DB-Fahrzeuge aufgearbeitet, bzw. die Herstellung von Eisenbahnschneepflügen geschieht in Meiningen.

Vorbei an den Radsätzen des vor einem Jahr verbrannten „Adler" (die Presse berichtete) ging es in die Werkstatt. Man kam sich vor, wie im Museum. Stammt doch ein großer Teil des Maschinenparks noch aus dem Jahr 1943 und wird heute noch benutzt.

Weiter ging es in die Kesselschmiede, wo diverse Lokomotivkessel in verschiedenen Baustadien besichtigt werden konnten. Nach Verlassen der Werkhalle konnte man im Außengelände noch einige Fahrzeuge besichtigen. An der alten Drehscheibe vorbei betraten wir den dunklen Rundlokschuppen, in dem die „Schätze" standen. 3 fahrbereite, topp gepflegte Dampflokomotiven, die ausgiebigst inspiziert werden durften.

Mit diesem Höhepunkt endete die Besichtigung und man hatte schon den Grill angeworfen und die Thüringer Rostbratwürste warteten auf uns als kleiner Mittagsimbiss.

Weiter ging die Fahrt durch Thüringen und dem dazugehörenden Wald. Über schöne, kurvige Straßen, die viel Sehenswertes zu bieten hatten, u. a. auch eine Radarfalle (die hat wohl einer nicht gesehen), erreichten wir nach ca. 125 Km das ehemalige Kloster Veßra. Leider meinte es das Wetter nicht besonders gut mit uns und so ist die gesamte Mannschaft in das kleine Cafe auf dem Gelände gestürmt. Nach kurzer Umschau wollte man die sanitären Anlagen im Nebengebäude inspizieren. Dies war leider nicht sofort möglich, da die unterdimensionierten Herrentoiletten bereits von einer berühmt berüchtigten Dame in Beschlag genommen worden war. Zufälle gibt es....

Zurück im Cafe gab es leckeren Kuchen. Da unsere Tourorganisatoren etwas drängten und auf einem Abfahrtstermin um 17.00 Uhr bestanden, war es leider nicht möglich, alle 34 Sorten Kaffee durch zu probieren.

Auf dem Rückweg zum Auto konnte man aber noch ein paar Eindrücke von der interessanten ehemaligen Klosteranlage bekommen. Auffälligstes Bauwerk ist auch heute noch die Klosterkirche mit ihren 2 Türmen. Allerdings stehen vom Kirchenschiff nur mehr die Außenwände. Die Kirche ist 1939 ausgebrannt. In einem umso besseren Bild bieten sich die ehemaligen Wirtschaftsgebäude, die größtenteils mustergültig renoviert sind und zu einer Entdeckungsreise einladen.

Zur Abfahrt schien wieder die Sonne und im Zusammenspiel mit der spiegelnden, nassen Fahrbahn erlebten wir auf der Heimfahrt nach Mellrichstadt eine wunderbare Abendstimmung.

Auch wie am Vorabend erwartete uns ein umfangreiches 4-Gänge-Menü. Nach dem Schmaus begann der alljährliche Jahresabschluss. Die Anwesenden erhielten, wie schon im Vorjahr, eine Steinplatte mit eingravierter Piste und einem Off-Road fahrenden SLK-Modell. Diesmal allerdings, passend zum Stifthalter aus dem Vorjahr, ein Notizzettelhalter. Von hier aus nochmals vielen Dank an die fleißigen Bastler.

Die Organisatoren der diesjährigen Ausfahrten wurden geehrt und mit einem kleinen Präsent bedacht, einer Wanduhr im Stile eines Lenkrades. Anschließend fand die große Frage, wer ist der „Meilenkönig" ihre Auflösung. Der Vorjahrestitel konnte nicht verteidigt werden, auch Müllers waren nicht mehr auf den vorderen Plätzen. Dritte wurden Katja und Robert, Zweite Ruth und Siggi und Sieger 2006 war, nach einem 2. Platz im Vorjahr, Andreas. Als Prämie gab es diesmal eine Glaskaraffe mit dem Clublogo und dazu passenden Grappagläsern (Hinweis an eine bestimmte Adresse: Diese Gläser sind nicht für Weißbier geeignet!).

Mit gemütlichen Plaudereien klang auch dieser Abend und somit diese letzte Tour des Jahres aus.

 



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