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Fotoalben
 


31. März - 2. April 2006: Treffen im Bremer Land

 
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Freitagabend

 
Besuch der Pferdeausbildungszentrale des Verbandes der Hannoveraner in Verden
 

Bilder vom Samstag

 
Hafen von Fedderwardersiel Wattenmeer-Museum Am Fährhafen
 
Fahrt auf der Weserfähre Sooo groß waren die Wale Der Abend
 
Der Sonntag
 
Von der Fahrt am Sonntag nach Bremen liegen noch keine Bilder vor.
 


Weitere Fotos
des Treffens von Siggi
 


Weitere Fotos des Treffens von Stefan

 

April, April – die norddeutsche Sonne hat uns bei der Bremerland-Tour in den April geschickt: sie schien immer - jedoch meist über den Regen-Wolken. Nur ab und zu schaute sie sich unser interessantes Wochenende auch einmal direkt an.

Am Anreise-Freitag spielte die Sonne bereits ihr April-Spielchen mit uns:

Auf dem Weg zum Verdener Hotel Niedersachsenhof regnet es häufig. Doch als wir uns zum nahe gelegenen „Hannoveraner Verband“ zu Fuß auf den Weg machten, hatte die Sonne ein Einsehen mit uns - es war trocken.

Zunächst machte uns Dr. Hempel vom Hannoveraner Verband darauf aufmerksam, dass das Hannoveraner Pferd nicht nur 1 PS hat, sondern es auf bis zu 3 PS bringen kann. Die PS-Anzahl in unseren SLK müssen also relativiert werden. Außerdem sei es kein Problem, bei den Elite-Pferdeauktionen in Verden auch auf deutlich über 350 PS zu kommen.

Der Hannoveraner ist eine der bedeutendsten Pferderassen der Welt. Mit rund 19.000 Zuchtstuten und 420 Hengsten und den vielen Pferdesporterfolgen nimmt der Hannoveraner weltweit eine Spitzenposition ein - ob Dressur-, Spring- oder Vielseitigkeitssport. Schaufenster der Zucht sind die weltweit bekannten und beliebten Auktionen in Verden an der Aller.

Mit dem Hannoveraner Verband eng verbunden ist die Verdener Niedersachsenhalle. Hier finden die Auktionen statt - aber auch die Präsentation der Elite-Pferde und deren Pflege. Es werden rund 1.000 Pferde pro Jahr in Verden von den Züchtern per Auktion verkauft. Über 50% gehen in den Export - nach Japan, USA, Kanada - quasi in die ganze Welt. Der Spitzenpreis lag bisher bei 800.000,-- Euro - für ein Pferd !

Bei der Besichtigung der Halle und der Stallungen konnten wir das sehr gepflegte Niveau des Pferdesports in Augenschein nehmen und uns Fragen von Dr. Hempel beantworten lassen.

Und noch eine Gemeinsamkeit mit dem SLK wurde aufgedeckt: auch unser SLK ist ein Warmblüter - erst nach einer angemessenen Warmlaufphase bringt er seine volle Leistung. Wie das Hannoveraner Pferd.

Ruth stellte fest, dass sie vielleicht doch eher zu den Kaltblütern gehören würde. Morgens Knopf an - Leistung da. Die Warmlaufphase braucht sie nicht so wirklich. Siggi, so stellte sie fest, wäre eindeutig ein Warmblüter.

Und wenn das Pferd seine Leistung gebracht hat, muss es gepflegt werden - wie der SLK. So konnten wir nicht nur die Pferde in ihrem gemütlichen Boxen sehen, sondern auch eines unter dem Solarium - das sei gut für das Fell.

Pferde-Beamte haben das größte Vergnügen. Die Hengste, die dem Land gehören - sozusagen Beamte - beglücken am meisten die Stuten. Irgendwie wurden wir das Gefühl nicht los, das Siggi und Ruth am schmunzeln waren. Aber war das nun wegen dem Beamten oder dem Hengst…..?

So manch Eine(r) unserer SLK-Freunde hat -zumindest kurzzeitig- über einen PS-Wechsel vom SLK zum Hannoveraner Pferd nachgedacht. Vielleicht wird in den nächsten Monaten der ein oder andere SLK bei der Verdener Elite-Auktion gesichtet - die SLK-Club-Post wird exclusiv berichten !

Zurückgekehrt im Hotel gaben Rolf und Karin Fellermann beim „Abendmahl“ einen Ausblick auf das Wochenende.

Zur Begrüßung gab es neben den obligatorischen Infos eine sehr schöne Weinflasche mit dem Motiv der Bremer Stadtmusikanten. Karin und Rolf übergaben dieses in einer ganz tollen Baumwolltasche mit einem Motiv aus Verden. Einige Damen hatten vorher diese Tasche bei Karin schon entdeckt und meinten „hübsche Tasche“ - ein paar Stunden später könnten sie auch eine „hübsche Tasche“ ihr Eigen nennen.

Am Samstag hat uns die Sonne dann beim Frühstück richtig aufs Korn genommen: der Himmel wurde blau - unsere Augen leuchteten - die SLK frohlockten.

Aber schon bei der ersten Etappe mussten wegen tränenreichem Sonnenschein die Dächer geschlossen bleiben: In Verden überquerten wir die Aller-Brücke und konnten das Panorama der überschwemmten Allerwiesen in voller Pracht genießen. Über die „Straße der Weser-Renaissance“ brausten unsere 8 Fahrzeuge durchs kurvenreiche (aber flache) Weser-Gebiet Richtung Bremen. Über die A 27 an Bremen vorbei Richtung Norden nach Schwanewede und parallel zur Weser zum neuen Weser-Tunnel. Leider schickte uns die Sonne wiederum in den April. Auch nach dem Weser-Tunnel haben nur die Härtesten mit offenem SLK-Visier gekämpft (alle Achtung, Andreas !).

Im Butjadinger Land war unser erstes Etappenziel in Fedderwardersiel erreicht. Im Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel hat uns die Gästeführerin nicht nur frischen Kaffee serviert - sondern über Ebbe und Flut, Deich-Sicherung und Vögel und Pflanzen der Salzwiesen umfangreich Auskunft gegeben.

Beeindruckend waren ihre Erzählungen aus der Tierwelt. Eine Möwe hat einen kleinen roten Fleck an ihrem Schnabel. Hat ein Junges Hunger, klopft es gegen diesen roten Fleck und die Möwe beginnt mit der Fütterung. Es ist immer wieder interessant zu hören, was es in der Natur so gibt.

Der anschließende Blick entlang des Kutterhafens in die Wesermündung hat die Ausführungen nochmals bestätigt.

Nun folgte für die SLK ein weiteres Highlight: Entlang des Deichs zur Verschiffung und Grenzüberquerung - von diesem Zipfel Niedersachsen per Fähre in das Bundesland Bremen, nach Bremerhaven. Die Fähr-Fahrt gleicht einer kleinen See-Reise, weil die Wesermündung gequert wird. Das Wasser ist bereits mehr „Nordsee“ als „Weser“ - und mit ein bisschen Phantasie konnten auch Seehunde und Wale gesichtet werden. Es soll sogar ein Hai in der Nähe der Fähre gewesen sein.

In Bremerhaven angekommen, haben wir die Fischereihafen-Schleuse überfahren und den Fischereihafen von der südlichen Labrador-Pier entlang ins „Schaufenster Fischereihafen“ ergründet. Diese ehemaligen Fisch-Packhallen sind sehr schön touristische erschlossen und hergerichtet worden - natürlich durfte ein frisches Fisch-Brötchen nicht fehlen. Der Kaffee (und Butterkuchen) wurde dann zünftig an Bord des „Salon-Dampfers Hansa“ eingenommen. Hier gab es so leckeren Darboven Kaffee, dass einige Teilnehmer am nächsten Tag noch von dem leckeren Kaffee schwärmten.

Nach einer kleinen SLK-Bremerhaven-Schleife -Columbus-Center, U-Boot-Museum, Deutsches Schifffahrtsmuseum, Deutsches Auswandererhaus- brausten wir dann über die Autobahn Richtung Süden, nach Worpswede.

Worpswede ist überregional als „Künstlerdorf“ im Teufelsmoor bekannt. Die bekanntesten Künstler (Heinrich Vogeler, Paula Modersohn-Becker) sind leider schon lange verstorben - und die heute in Worpswede lebenden Künstler sind leider noch nicht sehr bekannt. Allerdings leben sie ja auch noch. Aber dennoch konnten wir uns in einer Kunstausstellung über die Qualitäten informieren und Anregungen in den kleinen Boutiquen sammeln. Zum Glück hatten wir Michael dabei, der uns in einer Kunstgalerie wunderbar die dort ausgestellten Bilder und Skulpturen erklären konnte. Da erkannte man den Kenner der Kunst. :-)

Für die Schluss-Etappe waren alle fest entschlossen, das Dach zu öffnen. Die Sonne trieb wieder ihre April-Scherze mit uns. Nur Andreas ließ sich nicht aufs Korn nehmen: er fuhr offen.

Beim Abendessen im Verdener Niedersachsenhof-Hotel wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht - und vorsorglich Ohropax verteilt. Ja, denn im Hotel sollte an diesem Abend auf 2.000qm eine Tanz-Nacht stattfinden. Zu der waren wir zwar herzlich eingeladen - aber die Nachtruhe im Gästehaus oder in den zum ruhigen Friedhof gelegenen Zimmern war für alle gut gesichert.

Der Sonntag war voll „Bremen“ gewidmet. Auf direktem Weg in die Innenstadt haben wir den historischen Stadtkern mit den markantesten Sehenswürdigkeiten kennen gelernt: Die Sögestraße mit ihrem Schweinchen-Denkmal, die Schlachte an der Weser-Kaje mit Blick auf den „Teerhof“, das Schnoor-Viertel mit den historischen kleinen Häusern und engen Gassen, die Böttcherstraße mit dem imposanten Glockenspiel um 12.00 Uhr, die „gute Stube“ Bremens: der Marktplatz mit historischem Rathaus und Handelskammer-Sitz „Haus Schütting“. Aber natürlich auch „den Bremer Roland“ - ohne den Bremen sicher nicht „frei“ wäre und die „Bremer Stadtmusikanten“. Das Mittagessen im „Beckshaus am Marktplatz“ gehörte natürlich ebenso dazu wie eine Besichtung des „Bremer Doms“.

Für alle, die Bremen bisher nicht kannten, gab es einen interessanten Einblick, der sicher individuelle Folge-Besuche erwarten lässt.

280 km am Samstag; 40 km am Sonntag plus An- und Abreise - für den Frühjahrs-Auftakt eine schöne Leistung auf die alle Beteiligten mit Stolz und Freude zurückblicken.

....alles für den SLK...alles für den Club (...sischer, sischer....)

Und wie es nun Katja und Robert im Frankenland machen, wird dieses sicherlich auch auf Karin und Rolf zukommen: Touren, die wortwörtlich „ins Wasser fallen“, sollten bei Sonnenschein nochmals wiederholt werden. Vielleicht 2008? Auf jeden Fall war es ein tolles Wochenende. Warum meinen manche Menschen, im platten Land kann man keine interessanten Treffen machen? Ich finde, jede Landschaft hat etwas für sich.

Ruth



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