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von Rolf
Fellermann
Für
Schnell-Leser:
Super
Wetter, super Tour, tolle Organisation, nette Leute, 10
SLK.
Für
Interessierte:
...oh oh oh
Du schöner Westerwald über deine Höhe pfeift der Wind so
kalt... so trompeteten es unsere SLK in die bergige
Landschaft.
Egal ob die
230K-Flotte, die kleinen 171iger, der 32 AMG, der 55AMG
oder der schlappe 200er mit großer Tröte - alle fanden
es toll, was der „Westerwald-Treff“ uns hier geboten hat
- und das nicht mit „...Wind so kalt...“ sondern bei
bestem Wetter.
Professionell hat das Team um Hotel-Chefin Roswitha
Prangenberg die SLK-Roadster-Club-Ideen umgesetzt.
Besonderer Dank an den Tour-Guide Peter, der nicht nur
ortskundig, sondern auch kulturell erste Wahl war! Aber
auch dem Besenwagen-Fahrer Heinz alias James - mit
Bütt-Abend-Einlage - gilt unsere Anerkennung.
Am Freitag
flogen zwar ein paar Gläser des Begrüßungssekts - aber
ansonsten verlief das Wochenende ohne Schaden und
unfallfrei.
Moment - das
stimmt nicht ganz:
Es geschah
am Waldbreitbacher Kloster. Holschuhs AMG hatte einen
Platten. Zunächst wurde an ein elektronisches
Fehlverhalten der Warnleuchte geglaubt. Aber ein SLK
zeigt doch kein Fehlverhalten - schon gar nicht
elektronisch. Und tatsächlich: hintern rechts war er
platt! Wie bemerkte es Dieter Blind: Gott sei Dank nur
unten!
Wie kam es
dazu? Wo lag eine Schraube an falscher Stelle auf der
Straße? Oder ein gezielter Anschlag? Wir müssen
ermitteln und rollen das Wochenende nochmals auf:
Freitag
stellt sich unsere SLK-Meute brav im Halbkreis vorm
Hotel auf.
Nach dem
Sekt-Anschlag, Abend-Buffet und mit dem Zusammensitzen
im Biergarten verläuft der Abend in üblicher netter
Form. Wären da nicht die 4 Mazda-Damen. Sie hatten sich
auch für die SLK-Tour angemeldet. Kamen aber in einer
Mazda-Limousine. Hatten Sie sich eine „Bagger-Bude“
vorgestellt?
Gibt es
einen Zusammenhang mit dem AMG-Platten? Oder lastete der
zu schwere 171iger Kabelbaum auf den Rädern? Oder waren
es die zu vielen Schweißpunkte? Hierzu später mehr.
Fahren wir
also fort - am Sonnabend um 9.45 h erklärt uns die
resolute Roswitha wo es lang geht. In Form eines
Roadbooks - und eines Fragebogens, der abends einen
Sieger ausweisen soll. Auch Roswithas Lebensgefährte
stand bereit. Sein „Schiffchen“ Fiat Barchetta musste
aber zuhause bleiben.
Und auch die
Tagesgäste sind angekommen: Dieter Blind und Frau -
Mercedes-Chef aus Siegburg - der uns später noch das
Leben retten wird.
Nach
Profil-Messung brummen, säuseln und blubbern wir los -
durch den kurvigen Westerwald Richtung Rhein zur
Marienburg nach Leutesdorf und durch die enge Einfahrt
in den Schotterhof der Burg. Die Burgherrin empfängt uns
mit Wein und wunderbarem Mittagsmahl.
Ein
phantastischer Ausblick auf den Rhein und den höchsten
„Kaltwasser-Geysir“ -ein Genuss. Nur der Geysir hatte
heute etwas Ladehemmungen - er sprühte nicht besonders
hoch. Die anschließende Testfrage passte nicht ganz zu
dieser Atmosphäre: Aus wie vielen Blechteilen besteht
der 171iger?
In Bad
Höningen wartet bereits die Rhein-Fähre auf uns -
Überfahrt vom Westerwald in die Eifel. Kloster Maria
Laach - ein imposantes Bauwerk mit über tausendjähriger
Geschichte - und hochaktuell mitten im heutigen Leben.
Ob zur Meditation, Ausspannen gestresster Manager oder
zur Brautpaar-Trauung. Natürlich stilecht mit
Mercedes-Heckflosse, wie wir sehen konnten.
...der
Parkplatz war voll. Haben etwa die Rotz-Bengel da
rumgefummelt ...Moment, da läuft doch einer ...nein, sie
waren es nicht ...das war wohl die Hitze! Die Hitze, die
Hitze - Dach zu + Klima-Anlage an? Nein das geht doch
nicht - wir sind doch echte Cabrio-Fahrer.
Also weiter
durch die Eifel: Panoramablick über die Weinberge im
Ahrtal. Doch was ist das? Die gesamten Besatzungen - sie
dehydrieren! Oder war die Frage nach der Länge des
171iger Kabelbaums ernst gemeint?
Geistesgegenwärtig springt der Mercedes-Profi Dieter
Blind in seinen schicken dunkelblauen 171iger, gibt ihm
die Sporen und holt alles aus ihm raus. In
Nullkommanichts ist er wieder da: mit einer Kiste
Mineralwasser! Eine Glanz-Leistung! Das Überleben ist
gesichert.
Herrliche
Landstraßen mit tollen Kurven begleiten uns durch die
Eifel Richtung Bad-Godesberg - mit Blick auf den
Petersberg (Gründung der Bundesrepublik) und
Drachenfels. Wir nehmen die Quer-Fähre nach Königswinter
und Kurs durch das Tal der Wied auf das Kloster
Waldbreitenbach.
Doch zuvor
soll der Abstecher zu Gustels Krippenmuseum nicht
vergessen werden. Absolut beeindruckend mit welchem
Engagement er Krippen mit der Geburt Jesu gesammelt und
nachgebaut hat. Besonders die gigantische Wurzelkrippe
ist absolut sehenswert - eine Empfehlung für die
Weihnachtszeit.
Beim Imbiss
des Kloster Waldbreitenbach - mit imposantem Ausblick -
war es dann soweit: Es zischte ..wenn man ganz genau
hingehört hat ...nicht - der 55AMG lief völlig normal -
jedoch mit Platten.
Die schöne
kurvenreiche Rückfahrt zum Hotel versüßte den herrlichen
Tag. Das Grill-Buffet im Biergarten wartet bereits auf
uns. Das Ehepaar Müller -Neu-Mitglieder aus dem
Westerwald- war Zeuge der Preisverleihung. Die meisten
171iger SLK-Fachfragen hatten (die
Platten-Unglücksraben) Hans-Peter und Rita Holschuh
richtig beantwortet und Jörg und Hanne Otten bekamen den
Sekt-Orden für die weiteste Anreise aus Bremen-Nord.
Soweit die
Ermittlungen - wer war nun der Platten-Attentäter? Falls
es Hans-Peter beim morgendlichen Profil-Messen mit einem
zu tiefen Stich nicht selber war - wir werden es wohl
nie erfahren!
Vielen Dank
an alle Organisatoren, Hauptdarsteller, Komparsen und
Teilnehmer für dieses tolle Wochenende.
Nachsatz von
Ruth Graf
Erfreulicher
Weise kann ich euch mitteilen, dass Gerd Heimann &
Roswitha Prangenberg auch wieder SLK fahren. Die
Verhandlungen mit Dieter Blind waren erfolgreich und
nach DEM Wochenende, konnte Gerd nicht anders. Jedes
mal, wenn er im SLK saß, wurde er traurig, denn das
„Schiffchen“ ist wohl nicht wirklich ein Ersatz. Auch
unseren Tourguides, Peter und Heinz, hat es so gut
gefallen, dass sie Mitglieder wurden. |