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Fotoalben
 


21. - 22. April 2007:

Treffen im Thür. Wald

 
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Samstag - Besuch Bratwurstmuseum

 
 
 

Samstag - Abendwanderung zur Alteburg

 
 
 
 

Sonntag - Besichtigung Glasbläser Reuß

 
 
 

Der Tag vor dem Treffen

von Ruth Graf

Siggi und ich reisten bereits freitags nach Arnstadt an. Zum einen wollten wir uns nochmals die Örtlichkeiten ansehen, zum anderen für die Teilnehmer eine Kleinigkeit besorgen. Was besorgt man aus Thüringen? Siggi und ich sind nun schön öfters in der Stadtbrauerei Arnstadt gewesen und haben uns neben dem leckeren Essen auch von den Getränken überzeugen können. Neben dem selbstgebrauten Bier gibt es dort zwei Spezialitäten: den Bockbierbrand und den Aromatique. Nach dem Motto „Getrunken wird immer" besorgten wir für jedes Fahrzeug einen Aromatique.

Echter Neudietendorfer Aromatique - Vom Hausmittel zur Spirituose

Seit 1828 gibt es ihn bereits – den Neudietendorfer Magenbitter Aromatique. Seinen Ursprung soll er, so eine als gesichert anzusehende Überlieferung, in einer Arznei haben: Als Anfang des 19. Jahrhunderts in Neudietendorf und Umgebung eine Epidemie ausbrach, stellte der einheimische Apotheker Daniel Thraen aus Naturstoffen, die von alters her für ihre heilsame Wirkung auf Magen und Darm bekannt waren, ein alkoholhaltiges Heilmittel her. Er nannte seine neue Mixtur„tinctura aromatica compostita".

Die nach dem Abklingen der Epidemie unverminderte Nachfrage nach dieser „Tinctura" veranlasste dann wohl den nachfolgenden Apotheker, Theodor Lappe, die Notmedizin zur Spirituose weiter zu entwickeln und ab 1828 als Magenbitter „Aromatique" zu vertreiben. In den Folgejahren gründete sich eine Reihe weiterer Spirituosenfirmen, die ebenfalls Aromatique herstellten. Geringfügige Veränderungen der Grundrezeptur erbrachten eine geschmackliche Unterscheidung und durch Voransetzen des Namens des Firmengründers bzw. Firmeninhabers wurde eine zusätzliche Differenzierung erreicht (z.B. Lappe‘s Aromatique / Schultz-Aromatique). Nach dem Zweiten Weltkrieg, bis Mitte der 50er Jahre, waren in Neudietendorf noch fünf Aromatiquefirmen existent.

Unsere Vorfreude lag jedoch ganz woanders: bei den Schnitzeln in Meerrettichpanade, die nicht immer auf der Karte stehen. Die Schnitzel waren „vorbestellt" und nach dem wir wussten, dass John und Hetty auch bereits am Freitag Abend anreisten, hatten wir „doppelte Vorfreude". Wir vier hatten uns viel zu erzählen und plötzlich stutzen wir: unser Gerald kam. Etwas später kamen noch Eva und Ulf dazu und nach der langen Pause gab es viel zu erzählen und wir erlebten in kleiner Runde einen lustigen Abend.

 
 

Das Treffen

von Michael Spar

Samstag, 21.04.2007, 04.00 Uhr. Noch halb in der Nacht. Der Wecker klingelt.

Meine Gedanken sind noch geteilter Meinung. Einerseits freue ich mich auf meine erste Ausfahrt mit dem SLK Roadster Club. Andererseits? Was wird mich erwarten? Ein Club, der seit fast 10 Jahren besteht? Menschen, die sich seit Jahren kennen, sich monatlich in den regionalen Stammtischen treffen, jede Ausfahrt mitmachen. Vereinsmeierei? Cliquenwirtschaft? Hat man da als NEULING überhaupt eine Chance? Wird man überhaupt beachtet? Oder sitze ich zwei Tage nur alleine an einem Tisch und kann den Gesprächen der Anderen gar nicht folgen, weil ich nur höre „Weißt Du noch, vor zwei Jahren, als wir dies und das gemacht haben?" Oder „Und der und der hat letzten Monat beim Stammtisch dieses und jenes gesagt".

Positiv denken. Abwarten, was dieses Treffen bringt. Vielleicht wird ja auch alles ganz anders.

Also frisch auf den Weg gemacht. Hildegard (meine Navi) berechnet noch schnell die Route. Kaum Verkehr. Die Sonne geht langsam auf und das Dach schnell runter. Der Anfang gefällt mir schon mal. Mal sehen, wie es weiter geht.

Nach einigen Stunden Fahrt, etlichen Zigarettenpausen (im Auto wird nicht geraucht) und einer Kanne Kaffee erreiche ich Arnstadt. Sieht schon mal gar nicht mehr so aus, wie man sich die neuen Bundesländer vorstellt. Keine Plattenbauten und auch keine Schlaglöcher in den Straßen. Nettes, malerisches Städtchen. Geschafft.

Einige Clubmitglieder stehen schon vor der Tür. Nach einer kurzen Vorstellung und einigen Fragen, gehe ich erstmal in das Restaurant um den, ich weiß nicht wievielten Kaffee, zu trinken.

Dann der erste positive Eindruck. Alle sitzen an einem Tisch. Keine Gruppenbildung, keine Cliquenwirtschaft. Am Tisch angekommen, spricht Ruth mich sofort an und erzählt mir, wie das Programm für den heutigen Tag aussieht. Und es entwickelt sich sofort ein Gespräch mit den anderen Clubmitgliedern. Das überrascht mich schon positiv. Ich werde also nicht zwei Tage alleine in der Ecke sitzen müssen.

Ruth gibt mir noch schnell ein Namensschild, damit mich die anderen Clubmitglieder auch ansprechen können. Alle anderen haben auch eins. Für mich als NEUER sehr gut. Muss ich doch nicht alle mit „Wie heißt Du denn?" ansprechen. Nachdem alle Fragen beantwortet sind und ich mich schon etwas heimisch fühle, geht es auch schon los zum Thüringer Bratwurstmuseum, um uns nach der Fahrt erstmal zünftig zu stärken.

Nach einer kleinen Einführung in die Kunst der echten Thüringer Bratwurst kommen die leckeren Dinger auch schon auf den Tisch. Dazu gibt es Brot und verschiedene Salate. Und für diejenigen, die keine Bratwurst mögen, gibt es noch kleine Steaks vom Grill. Eines muss man den Thüringern ja lassen: Bratwürste können die machen. Das ist schon was anderes, als wenn ich eine Thüringer in Hamburg vom Markt kaufe. Dazwischen liegen Welten. Das Bier kommt nach der Fahrt auch gerade richtig. Aber nur eines. Der Führerschein ist heilig.

Nach dem Essen hat der Wirt uns noch durch das Thüringer Bratwurstmuseum geführt und uns über alle Einzelheiten der Bratwurst berichtet. Quasi der Weg vom Schwein zur Wurst. Das Museum ist zwar klein, aber es ist sehr informativ und witzig gestaltet.

Nach dem Museumsbesuch ging es noch mal in die Gaststube, wo der Wirt drei von uns gebeten hat, sich für ein kleines Quiz zu stellen. Der erste Preis war ein Fiat Panda. Verständlich, dass sich erst drei Freiwillige gemeldet haben, als der Preis erhöht wurde und es ein Glas echten Thüringer Senf als Hauptgewinn gab. Was vorher keiner wusste: die drei Freiwilligen mussten in Thüringer Kostüme schlüpfen. Wenn sie, Madelaine, Gerald und Eva, das vorher gewusst hätten. Gewonnen hat Gerald mit einem Punkt Vorsprung vor Madelaine und Eva. Unsere drei Freiwilligen wurden mit Postern, einem Buch und dem Hauptpreis, einem Glas Senf, geehrt.

Danach sind wir gemütlich im Konvoi zum Hotel zurück gefahren. Da das Wetter mitgespielt hat, war es die reine Freude. Das wir von den Passanten bestaunt wurden, als wir mit unserem 14 SLK starken Konvoi durch Arnstadt fuhren, brauche ich wohl nicht besonders erwähnen.

Wieder im Hotel angekommen, hatten wir noch etwas Zeit, uns frisch zu machen. Dann ging es in den Tagungsraum, wo wir unsere JHV abhielten. Da die Ergebnisse der JHV noch besonders bekannt gegeben werden, gehe ich nicht näher darauf ein.

Nur soviel vorweg: Ruth Graf hat sich weiterhin bereit erklärt, als 1. Vorsitzende für unseren Club zu fungieren, worüber wir alle sehr froh waren. Madelaine Fox wird sie als 2. Vorsitzende tatkräftig unterstützen.

Nach der JHV, am Abend, haben wir mit den Schankmädchen eine Fackelwanderung durch Arnstadt gemacht. Als Erklärung: das Schankmädchen ist so eine Art Städteführerin, die in landestypischer Tracht die Gäste über die Sehenswürdigkeiten von Arnstadt informiert. Nach circa einer Stunde sind wir, nachdem wir wohl den höchsten Punkt von Arnstadt erklommen hatten, mit einer super Aussicht belohnt worden. Und es gab auch noch Stark- und Dunkelbier zur Stärkung. Zu unserer Ehre sei aber gesagt, dass wir alle wieder vollzählig und nüchtern im Hotel angekommen sind.

Den Abend haben wir bei einigen Gläsern Bier ruhig und besinnlich ausklingen lassen. Das es bei Fachgesprächen rund um den SLK bei einigen spät geworden ist, versteht sich von selbst.

Morgens 08.00 Uhr - und der Wecker hört einfach nicht auf, zu klingeln. Aber es nützt ja nichts. Wenn das Frühstücksbüffet genauso lecker ist, wie das Abendessen, dann sollte man sich fertig machen. Da wir nach dem Frühstück noch eine kleine Ausfahrt vor uns haben, wurde schnell noch getankt und der Wagen gewaschen. Die Ausfahrt wurde für 10.30 Uhr angesagt. Schnell werden noch ein paar Erinnerungsfotos aller Teilnehmer geschossen und dann geht es auch schon los.

Nach circa einer halben Stunde Fahrt erreichen wir die Glasbläsermanufaktur Herbert Reuß in Gräfenroda. Ein Angestellter der Firma weiht uns in die Tücken der Glasbläserei ein Nicht in trockener Theorie, sondern Kunsthandwerk in lockerer Praxis. Wir haben gesehen, wie in nur 5 Minuten eine zweifarbige Schale hergestellt wird. Und den einen oder anderen Scherz gab es auch noch kostenlos. Die Vorführung hat, glaube ich, allen gefallen. Die meisten von uns haben sich ein Souvenir aus Glas mit nach Hause genommen. Die Preise waren recht zivil und es gab genügend Auswahl. Am meisten gefiel und aber die Obstfliegen-Falle. Herr Reuß muss in den nächsten Tagen tüchtig nachproduzieren.

Leider näherte sich das Ende dieses Treffens. Von mir aus hätte es gerne noch ein paar Tage so weitergehen können. Es wurden noch Adressen und Handynummern getauscht, bevor sich jeder auf den Heimweg machte. Da Conny mit Schwester Traute und ich den gleichen Weg hatten, fuhren wir bis Soltau im Mini-Konvoi zusammen.

Jetzt, nach dem Ende dieses schönen Wochenende, ziehe ich mein Fazit: Meine anfänglichen Befürchtungen waren völlig umsonst. Keine Vereinsmeierei, keine Cliquenwirtschaft, nichts dergleichen. Ich bin herzlich aufgenommen worden. Mein besonderer Dank gilt Ruth & Siggi für ihr toll organisiertes Treffen und Madelaine & Christoph Fox, die mir am gleichen Abend noch die Fotos per E-Mail geschickt haben. Es wird also bestimmt nicht mein letztes Treffen gewesen sein.

 
 

Besuch aus Stuttgart in Arnstadt - Rückblick JHV

von Ruth Graf

Unser „Neuling" Michael Spar hat den Bericht zum Treffen in Arnstadt geschrieben. Als ich ihn las, habe ich mich sehr gefreut. Genauso soll es sein: Ein Neuling der sich fragt: „Was wird mich auf dem Treffen erwarten? Was sind das für Leute, die man trifft?" Das Gefühl kennen bestimmt viele von uns, die neu irgendwo hinzu stoßen. Und der dann nach dem Treffen sagt: „Es war toll. Ich bin sofort herzlich aufgenommen worden."

Umso schöner ist es für uns, wenn wir dieses Feedback bekommen: Da komme ich gerne wieder hin!

Außerdem haben wir uns sehr gefreut, dass Hellmut Polz mit seiner Regina wieder zu Gast waren. Dazu fällt mir noch eine kleine Geschichte ein:

Es muss im Dezember 1999 gewesen sein. Wir hatten Weihnachtsfeier in Stuttgart. Den Besuch in Stuttgart nutzen Siggi und ich, um vor der Feier im Hause DaimlerChrysler unsere Kontakte zu pflegen. Zu gerne wollten wir Kontakt zu „den" Leuten, die mit dem R170 zu tun hatten. Nach vielen Telefonaten bekamen wir einen Termin mit zum zuständigen Herrn aus dem Produktmanagement, Herrn Polz. Die Auflage: „Herr Polz ist ein viel beschäftigter Mann. Er hat eine Stunde Zeit für Sie und empfängt Sie um 17.00 Uhr."

Wie stellt man sich nun einen Manager vor, der uns für eine Stunde empfängt? Meine lebhafte Phantasie hatte kaum Grenzen: vermutlich strenger Blick, dunkler Anzug, Krawatte.

Auf dem Weg zur Konzernzentrale, unser erster Besuch dort, habe ich Siggi vermutlich mit meinen Fragen genervt: Was soll ich denn jetzt alles fragen? Na ja, eine Stunde… da müssen wir mal sehen, was da so abläuft…." Ich weiß es heute nicht mehr, aber vermutlich musste ich vorher vor Aufregung bestimmt dreimal auf die Toilette. Wir mussten uns am Werkseingang melden, dann wurde geklärt, ob wir wirklich einen Termin hatten. Ein Besucherschein wurde ausgefüllt, der auch beim Verlassen wieder abgegeben werden muss.

Dann lernten wir Herrn Polz kennen: so normal! In Jeans und Pullover - einfach nur nett und ganz natürlich. Ich werde nie seine erste Frage vergessen: „Was für ein Auto fahren Sie?" Wie aus der Pistole geschossen antwortete ich: „BMW 328 i" und dachte im selben Moment: „Ruth! Du bist hier bei Mercedes! Du hättest zuerst SLK 230 K sagen müssen….oh je…der Fettnapf lässt grüßen! " Was bekam ich zur Antwort „Oh, auch ein schönes Auto." Ja, die erste Stunde war rum - und wir hatten uns über Gott und die Welt unterhalten. Aber es gab keinen Anschein, das Gespräch zu beenden. Um kurz nach 19 Uhr haben wir uns dann verabschiedet und mussten uns beeilen, zu den Mitgliedern zu kommen, die schon auf uns warteten. Die erste Frage: „Wie war er denn?" „Wartet es ab, er kommt morgen."

Wir freuten uns sehr, dass Herr Polz am nächsten Abend auf der Weihnachtsfeier unser Gast war. Als wir dann irgendwann seinen Chef kennen lernten, kamen mir zwar noch mal die Gedanken durch den Kopf „Wie stelle ich mir einen Manager vor?" Aber auch hier war das Eis, sofern es je bestanden hat, schnell gebrochen. Das war mein Schlüsselerlebnis zum Management.

Ich muss aber Fairerweise sagen, dass wir niemals Probleme mit irgendeiner Abteilung oder irgendeiner „hohen Person" hatten. Es gab eine Abteilung, in der „Mann" mit mir (als vermutlich zu selbstbewusster Frau) ein Problem hatte, aber diese Abteilung mit diesem „Mann" gibt es seit geraumer Zeit nicht mehr :-). Und da wir kein anerkannter Club sind und wir (fast) immer reden, wie uns „der Schnabel gewachsen ist", darf ich auch meinen :-) einfügen. Das mag jetzt für den einen oder anderen Leser provozierend wirken - nein, dass soll es nicht sein - es ist einfach nur eine Tatsache, denn der Mann hat uns das Clubleben manchmal mit seiner unfairen Art unnötig schwer gemacht.

Ich hoffe, dass wir Hellmut Polz, der in diesem Jahr in den Vorruhestand geht, mit seiner Lebensgefährtin (sie fuhr übrigens bis vor kurzem ebenfalls einen BMW, den man bedauerlicher Weise geklaut hat. Ich muss nun aber nicht erwähnen, welches Fabrikat sie jetzt fährt :-) ?) bei einem unserer Treffen wieder sehen.

Es ist jedes Mal wieder schön, wenn DaimlerChrysler Mitarbeiter, sei es aus dem Produktmanagement oder aus anderen Abteilungen, bei uns (mittlerweile auch ganz privat) zu Gast ist und sich wohl fühlen, weil wir einfach „so normal" sind und zum Abschied sagen „War das ein schönes Wochenende." Gerade durch diese Kontakte entsteht der Bezug zum SLK.

Unseren Lesern sei gesagt, dass wir Gäste aus dem Hause DaimlerChrysler selten als Mitarbeiter von „DC" vorstellen. Das ergibt sich eventuell im Laufe des Treffens. So fand auf einem Treffen folgende Begrüßung statt: Ein Mitglied ging auf einen DC Gast zu und sagte „Tag, ich bin Horst. Bist Du neu bei uns?" Der Mitarbeiter, den ich damals noch nicht duzte, und ich guckten uns an, stutzten ein wenig und er meinte nur „Nein. Ich bin zu Gast hier." „Gut. Dann stelle ich Dir mal die anderen vor." Ich habe zwar später von unserem Mitglied zu hören bekommen „Du hättest mir ja auch mal was sagen können?" Aber dann wäre so eine lockere Begrüßung nicht zu Stande gekommen.

Warum ich das heute schreibe? Ich möchte euch einfach nur damit sagen, dass wir alle „ganz normal" sind und in der Freizeit Spaß mit unserem Hobby haben wollen. Diese Normalität zeichnet unseren Club, der ein sehr gutes Ansehen hat, aus.

 
 
 



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