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Am Donnerstag war Anreise
zum Waldhotel Sulzbachtal. Dieses ruhig, mitten im Wald
gelegene Hotel war unser Quartier für dieses Treffen. Im
Laufe des Tages trudelten nach und nach die Teilnehmer
ein, neue sowie alte Gesichter begrüßten sich und
verbrachten den Abend bei leckerer schwäbischer Küche
und mit einem lustigen Beisammensein wie lange nicht
mehr. Eine ganz tolle Truppe hatte sich hier getroffen.
Am Freitag morgen ging es
dann mit 14 SLK zum Kundencenter nach Sindelfingen. Hier
wurde unter sachkundiger Führung zunächst die
designo-Abteilung angesehen. Aber auch
Sonderausstattungen wie ein CL mit Granitausstattung
oder auch eine gepanzerte S-Klasse, die von außen wie
ein ganz normaler Pkw aussah.
Höhepunkt war natürlich der
Maybach. Von der kurzen Ausführung war ich, was die
innere Größe angeht, etwas enttäuscht. Hinten war nicht
viel mehr Platz als in der S-Klasse. Der lange Maybach
hingegen ist einzigartig, egal welchen Wunsch der Kunde
auch hat, er wird umgesetzt. Mit Recht das beste Auto
der Welt. Die bisher teuersten ausgelieferten Maybach
beliefen sich zwischen 750.000 und 900.000 Euro. Dies
beinhaltete dann vergoldete Zierteile oder auch einen
beheizten Marmorboden.
Wir konnten alles an diesen
Fahrzeugen ausprobieren und vermutlich blieb kein
Schalter und kein Schacht unentdeckt. Wer kann von sich
schon behaupten hinter dem Volant eines Maybach Platz
genommen zu haben? Ich glaube dieses Fahrzeug ist für
Menschen mit einem anderen Bankkonto. Da sich
hochrangige und prominente Personen in das ausgelegte
Gästebuch eingetragen hatten, taten wir selbiges. Ein
kurzer Gang durch das Kundencenter bildete den Abschluss
des Vormittags.
Nun
begann die Ausfahrt durch die Umgebung. Auf einem
Waldparkplatz wurde die Mittagspause eingelegt. Eine
Leberkäsesemmel (Leberkäswecken) oder auch zwei -kurz
LKW genannt- in freier Natur. Eine schöne Idee!
Weiter ging es zur
Schokoladenfabrik „Ritter Sport“ nach Waldenbuch. Hier
wurden wir in die Geschichte des Unternehmens
eingeweiht. Der Zuckerbäcker Alfred Ritter heiratete
1912 die Süßwarenhändlerin Clara Göllher und gründete
das Unternehmen. Diese hatte in den 30er Jahren auch die
Idee, eine quadratische Tafel herzustellen. Heute stellt
das Unternehmen 2 000 000 Tafeln täglich (!) her. 700
Mitarbeiter sind in der Firma beschäftigt.
Nachdem jeder noch
Gelegenheit hatte sich im Fabrikverkauf zu sehr
günstigen Preisen mit Schokolade einzudecken, führte der
Weg über kleine Sträßchen zurück zum Hotel, wo der Abend
im Biergarten verbracht wurde.
Samstag machten wir eine
weitere, herrliche Ausfahrt, die sehr diszipliniert
ablief. So sollte es immer sein. Erstes Etappenziel war
das Kloster Zwiefalten. Nach einer Führung durch das
Münster wurden vor diesem die Fahrzeuge aufgestellt und
etliche Fotos gemacht. Das Münster wurde in den Jahren
1739 bis 1765 erbaut.
Die Mittagspause
verbrachten wir in der Klosterbräu Gaststätte, einer
urigen Schänke. Das Bier wird dort seit 400 Jahren
gebraut. Schade, wir waren nicht mit dem Radel da, ein
Probieren fiel somit aus.
Weiter ging die Fahrt durch
die Schwäbische Alb und teile des Schwarzwaldes zur
Kaffeepause in die nähe der Universitätsstadt Tübingen.
Nachdem jeder seinen Durst gelöscht hatte an diesem
heißen Tag, ging es zurück zum Hotel. Eine
landschaftlich schöne Strecke, die für das Auge des
Beifahrers und für das Fahrerlebnis des Fahrers etwas
hatte, war nach 270 Kilometern zu Ende. Morgens war die
Strecke wegen der Länge von ca. 250 Kilometern auf 180
Kilometer gekürzt worden, jedoch in Anbetracht der
herrlichen Strecken war einheitlicher Beschluss, die
Tour wieder zu verlängern.
Im Biergarten wurde dann
der Abend in gemütlicher Atmosphäre verbracht. Kurz vor
Mitternacht war dann Schluss mit lustig.
Am
Sonntagmorgen dann wie immer: Bis zum nächsten mal,
Schade ich hätte durchaus noch ein paar Tage im
Schwabenländle verbringen können. Aber wir werden uns
wohl 2004 wieder im Schwabenland treffen und freuen uns
schon jetzt! |